Löwenzahn

Löwenzahn (Taraxacum officinale)

Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledones)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)

Autor: Matthias Zimmermann
Mail: mail@natur-lexikon.com
Website: http://www.natur-lexikon.com

Dokument: MZ 00010

Siehe auch: Arzneipflanzen

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Der Löwenzahn, auch Kuhblume oder Pusteblume genannt ist eine der häufigsten und bekanntesten Pflanzen in unseren Breiten. Er kommt praktisch in allen Zonen mit gemäßigtem Klima vor. Dies ist insbesondere der enormen Anpassungsfähigkeit und Anspruchslosigkeit des Löwenzahn zu verdanken.
Auf frisch gemähten Wiesen wächst der Löwenzahn als erstes wieder hervor und hat dadurch einen enormen Verbreitungsvorteil. Er kommt vor allem auf stickstoffreichen Böden vor und liebt dabei sonnige und helle Plätze wie Wiesen- und Ackerränder. Besonders im Frühjahr sind ganze Wiesen voller Löwenzahn zu sehen. Einzelne Pflanzen blühen bis in den Herbst hinein.

Löwenzahn Wiese

Der Löwenzahn besitzt grundständige, grobgesägte Blätter, welche das Regenwasser direkt zur Pfahlwurzel leiten. Der Blütenkopf besteht aus kleinen Zungenblüten und wird von einem Hüllkelch umschlossen. Der weiße Pappus dient als Flugapperat.Die Blattstiele und Stengel enthalten einen weisslichen Milchsaft, welcher bei einigen Menschen zu Kontaktausschlägen führen kann. Dies wird durch Taraxinsäure als sehr potentes Kontaktallergen ausgelöst. Wobei sich die allergischen Risiken vor allem auf die frische Pflanze beziehen.

Für Insekten bildet der Löwenzahn eine ideale Futterpflanze, welche bereits im frühen Frühjahr ausreichend Nahrung liefert. Aber auch vom Menschen wird Löwenzahn gern in Salaten genossen.

Löwenzahn 01

Anwendung als Heilpflanze:
Löwenzahnkraut und -wurzel (Taraxaci radix cum herba)
Die Droge besteht aus den gesamten getrockneten Pflanzenteilen des Löwenzahn, welche einen schwachen eigentümlichen Geruch ausströmen. Die Ernte erfolgt vor der Blüte.

Inhaltstoffe:
Vor allem Bitterstoffe (z.B. Eudesmanolide), Triterpene (Taxasterolderivate), Sterole, Carotinoide, Inulin und ein sehr hoher Kaliumgehalt.

Löwenzahn 02

Inhaltstoffe:
Vor allem Bitterstoffe (z.B. Eudesmanolide), Triterpene (Taxasterolderivate), Sterole, Carotinoide, Inulin und ein sehr hoher Kaliumgehalt.

Anwendungsgebiete:
Löwenzahn wird vor allem als mildes Cholergikum (Gallenmittel), Diuretikum (harntreibend) und zur Appetitanregung genutzt. Auch im Zusammenhang von Leberbeschwerden und dyspeptischen Symtomen kommt Löwenzahn zum Einsatz.

Volkstümlich wurde Löwenzahn im weiteren gegen Rheuma eingesetzt. Der Milchsaft wird z.T. noch heute gegen Warzen verwendet.

Löwenzahn Nahaufnahme

Anwendung:
Als Aufguß: 2 Teelöfel Löwenzahn mit ca. 200ml aufkochen und 15 min ziehen lassen. Es genügt morgens und abends eine Tasse frischen Tee zu trinken. Die Anwendung sollte über einige Wochen kurmäßig erfolgen.´

Fertigarzneimittel:
Löwenzahn wird in sehr vielen Arzneimitteln eingesetzt. Dies sind vor allem:

- Gallenwegstherapeutika
- Urologika
- Laxantia
- Roborantia

Löwenzahn 03



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