Fransenfledermuas

Fransenfledermaus (Myotis natteri)

Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Ordnung: Fledertiere (Chiroptera)
Unterordnung: Fledermäuse (Microchiroptera)
Familie: Glattnasen (Vespertilionidae)

Autor: Marko König
Mail: markokoenig@yahoo.de
Website: http://www.koenig-naturfotografie.com

Dokument: MAK 00010

► mehr Säugetiere


Ihren Namen verdankt diese Fledermausart den gut ausgebildeten, festen, wie Fransen wirkenden Härchen an der Schwanzflughaut. Weiterhin ist der für die gesamte Gattung Myotis charakteristische spitze Ohrdeckel ein Merkmal, der im Fall der Fransenfledermaus über die Hälfte der relativ langen Ohren reicht. Die Fransenfledermaus zählt mit einer Spannweite von ca. 27 cm zu den mittelgroßen Arten. Als Sommerquartiere kommen verschiedenste Typen in Betracht. Man findet die Tiere sowohl in Spaltenquartieren von Gebäuden als auch von Bäumen in Baumhöhlen, oder Nistkästen.

Immer öfter werden die Tagschlafquartiere in oder in der Nähe von Kuhställen festgestellt. Hier fliegen die Tiere oftmals dann 1 bis 2 Stunden früher als normalerweise – ansonsten in der Dämmerung nach Sonnenuntergang - aus und jagen im Stall nach Fliegen. Diese können von den Fledermäuse, die zu einem Rüttelflug in der Lage sind sogar direkt von der Wand abgelesen werden. Die Tiere übernehmen im Stall dann gewissermaßen den Part als Fliegenjäger, den tagsüber die Schwalben innehaben.

Ansonsten sind reich strukturierte Laub- und Mischwälder, Waldränder und Wiesen mit Randstrukturen typische Jagdgebiete. Bevorzugt werden Fliegen, Mücken, Nachtfalter, Raupen und auch Spinnen erbeutet. Dazu wird oftmals im Rüttelflug die Vegetation abgesucht („gleaning“). Bei der Aufnahme der Beutetiere kommt auch die Schwanzflughaut als eine Art Kescher zum Einsatz. Hierbei könnten die dort ausgebildeten „Fransen“ hilfreich sein.



Alle gezeigten Texte und Bilder unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Eine Kopie oder Nutzung ausserhalb des Natur-lexikon.com ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Autors / Fotografen gestattet. Eine Einbindung der Bilder in fremde Webseiten ist grundsätzlich nicht gestattet. Mit der Nutzung der Website Natur-Lexikon.com stimmen Sie der Nutzung von Cookies und der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google zu. Weitere Details entnehmen Sie den Informationen zum Datenschutz. Die gezeigten Inhalte dienen der Weiterbildung.

Fransenfledermaus

Natur-Lexikon.com