Braunes Langohr

Braunes Langohr (Plecotus auritus)

Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Ordnung: Fledertiere (Chiroptera)
Unterordnung: Fledermäuse (Microchiroptera)
Familie: Glattnasen (Vespertilionidae)

Autor: Marko König
Mail: markokoenig@yahoo.de
Website: http://www.koenig-naturfotografie.com

Dokument: MAK 00007

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Auf das auffälligste Kennzeichen dieser Fledermausart deutet der Name schon hin – die extrem langen Ohren. Mit etwa 3,5 cm erreichen sie fast die Körperlänge. Keine andere heimische Fledermausart kann da mithalten. Ansonsten zählt die Art mit einer Spannweite von ca. 26 cm zu den mittelgroßen Arten. In Ruhestellung – wenn sich Langohren irgendwo hinhängen – werden die Ohren in der Regel zusammen- bzw. zurückgeklappt und erinnern dann ein wenig an die Hörner von Widdern.

Braune Langohren besiedeln zum Tagschlaf verschiedenste Arten von Quartieren. Baumhöhlen und Nistkästen kommen ebenso in Frage wie Dachböden oder Spalten an Gebäuden. Bei der Jagd sind Langohren äußerst wendig, können selbst auf engstem Raum manövrieren und sogar in der Luft stehen um Falter – ihre Hauptnahrung von der Vegetation abzulesen. Man geht davon aus, dass die Beutetiere nicht nur durch Echoortung aufgespürt sonder auch aufgrund ihrer Krabbelgeräusche wahrgenommen werden, wobei die langen Ohren sicherlich gute Dienste leisten. Langohren verspeisen ihre Beute gern an bestimmten Hangplätzen. Die Flügel von Schmetterlingen werden abgebissen und nur der Körper verzehrt, so dass unter solchen Fraßstellen dann einige Falterflügel liegen.

Winterschlaf halten Braune Langohren meist in Kellern, Stollen oder Höhlen. Dabei sind sie recht kältehart und können für wenige Tage sogar mal leichte Minusgrade ertragen. Die Ohren werden auch hier zusammengefaltet und es steht meist nur noch der Ohrdeckel hervor. So ist die Gefahr nicht so groß, dass die Ohrspitzen anfrieren und es wird auch wegen der dann kleineren Oberfläche nicht so viel Körperflüssigkeit verdunstet.



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