Wasserfledermuas

Wasserfledermaus (Myotis daubentonii)

Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Ordnung: Fledertiere (Chiroptera)
Unterordnung: Fledermäuse (Microchiroptera)
Familie: Glattnasen (Vespertilionidae)

Autor: Marko König
Mail: markokoenig@yahoo.de
Website: http://www.koenig-naturfotografie.com

Dokument: MAK 00004

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Der Name verrät schon ihr bevorzugtes Jagdgebiet, denn sie sind meist über Gewässern unterwegs um Fluginsekten zu erbeuten.

Hauptsächlich Zuckmücken werden von ihnen beim dichten Schwirrflug über der Wasseroberfläche abgegriffen. Ungefähr 1/3 ihres Körpergewichts von etwa 10 g muss eine Fledermaus in der Nacht verdrücken und das ist eine enorme Anzahl an Mücken – nämlich ca. 4000 Stück. Sie werden entweder direkt mit dem Maul gegriffen, oft aber auch mit den Flügeln oder der Schwanzflughaut gekeschert und sogar die Füße kommen dabei manchmal zum Einsatz.

Wasserfledermuas im Flug

Den Tag verbringen Wasserfledermäuse meist in Baumhöhlen. Daher ist neben geeigneten Jagdmöglichkeiten ein Wald mit entsprechend alten und höhlenreichen Bäumen für die Tiere enorm wichtig. Dieser muss gar nicht in unmittelbarer Nähe zum Gewässer liegen, da die Fledermäuse zu ihren Jagdgebieten durchaus mehrere Kilometer zurücklegen können. Bei der Baumhöhlenentstehung sind Fledermäuse unter anderem auf Spechte angewiesen, da sie selbst nicht in der Lage sind, Höhlen in das Holz zu knabbern. Dazu sind ihre auf das Zerkleinern von Insekten spezialisierten Zähne nicht ausgelegt. Der Ausflug aus den Tagschlafquartieren erfolgt bei den Wasserfledermäusen erst in der späten Dämmerung.

Typisch für Wasserfledermäuse sind ihre enorm großen Füße. Auffällig ist ebenfalls das wenig behaarte rotbraune Gesicht. Auch sie besitzen einen die gesamte Gattung Myotis kennzeichnenden spitzen Ohrdeckel, der bei den Wasserfledermäusen nicht die halbe Ohrlänge erreicht. Mit einer Spannweite von ca. 25 cm zählen sie zu den mittelgroßen heimischen Arten.



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