Nordische Moosjungfer

Nordische Moosjungfer (Leucorrhinia rubicunda)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Libellen (Odonata)
Unterordnung:
Großlibellen (Anisoptera)
Familie: Segellibellen (Libellulidae)

Autor: Jörg Kammel
Mail: jkammel@t-online.de
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Dokument: KJ 00002

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Die Nordische Moosjungfer ist eine typische Art der Hochmoore und sie kommt bei uns lediglich in Norddeutschland sowie in einigen Moorgebieten Ostdeutschlands, des Alpenvorlandes und Oberschwabens vor. Ihren Namen hat die N.M. aufgrund Ihres Hauptverbreitungsgebietes im Norden erhalten.

Leucorrhinia rubicunda fliegt vom späten April bis in den Juni hinein.

Die Nordische Moosjungfer ist nicht leicht von ihrer „Schwesternart“, der Kleinen Moosjungfer zu unterscheiden, mit der sie häufig vergesellschaftet lebt. Sie ist etwas größer, aber zu gleich schlanker als jene. Ein sicheres Unterscheidungsmerkmal bei ausgefärbten Männchen ist die Farbe des Flügelmals: Dieses ist bei L. rubicunda rot, bei L. dubia dagegen schwarz. Bei jungen Exemplaren und bei den Weibchen ist hingegen die Ausdehnung der hellen Flecken auf dem Abdomen massgebend: Die Nordische Moosjungfer hat etwas größere Flecke als die Kleine Moosjungfer.

Nordische Mossjungfer Weibchen

Der Lebensraum der Libellenlarven sind die offenen Wasserstellen des Moores. Die Larven der Moosjungfern müssen überaus robust sein um überleben zu können. Das Moorwasser ist extrem sauer und sauerstoffarm. Es leben nur wenige Organismen in einem Moorgewässer. Somit müssen die Larven mit wenig Nahrung zurechtkommen. Sie brauchen für ihre Entwicklung aus diesem Grunde mindestens 2 Jahre.

Bundesweit ist Leucorrhinia rubicundaals als gefährdet (2) auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten eingestuft. Durch den Torfabbau und die Entwässerung von Moorbebieten ist der Lebensraum dieser moorgebundenen Spezies bedroht.



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