Falkenlibelle (Cordulia aenea)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Unterstamm: Tracheentiere (Tracheata)
Überklasse:  Sechsfüßer (Hexapoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Libellen (Odonata)
Unterordnung: Großlibellen (Anisoptera)
Familie: Falkenlibellen (Corduliidae)

Autor: Jörg Kammel
Mail: jkammel@t-online.de

Dokument: JK 00005

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Die Falkenlibelle (oder auch "Gemeine Smaragdlibelle") kommt von Europa bis Asien vor. Sie bewohnt stehende Gewässern jeglicher Art, häufig wird sie an Moorseen angetroffen. Sie wird bundesweit in der Vorwarnliste der gefährdeten Tierarten geführt. In einigen Bundesländer wird sie als "gefährdet" eingestuft.

Die Augen der Falkenlibelle sind smaragdgrün, die Brust ist gelb behaart. Der Hinterleib ist dunkel bronzefarben und die Beine sind schwarz. Beim Männchen ist das hintere Drittel des Hinterleibs verbreitert. Sie wird 50 bis 55 mm lang und hat eine Flügelspaaweite von 65 bis 75mm. Verwechslungsmöglichkeiten bestehen lediglich zu anderen Smaragdlibellenarten (Falkenlibellen). Durch die oben genannten Erkennungszeichen ist sie jedoch von anderen Arten zu unterscheiden.

Die Falkenlibellen fliegen von Mai bis August, wobei ein Individuum 4 - 6 Wochen leben kann. Ihren deutschen Namen verdanken die Falkenlibellen ihrem schnellen Flug, bei dem sie häufig die Richtung wechseln. Dieser erinnert an den Flug eines Falken.

Die Männchen fliegen die Begrenzung der Wohngewässer schnell und dicht über der Wasseroberfläche ab, wobei der Hinterleib leicht nach oben zeigt. Dabei halten sie manchmal inne und vollführen einen Rüttelflug. Andere Männchen werden verjagt. Sitzend wird die Art selten angetroffen.

Die Paarung der Tiere beginnt im Flug, wird jedoch sitzend beendet. Nach der Paarung legen die Weibchen die Eier ohne Begleitung des Männchens ab, indem sie mit dem Hinterleib ins Wasser tauchen und jeweils 20 - 30 Eier abstreifen, die zu Boden fallen. Nach 2 - 3 Wochen schlüpfen die Larven. Sie überwintern 2 - 3 mal. Ausgewachsen erreichen sie eine Länge von 22 mm.



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Falkenlibelle

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