Graukopfsperling

Graukopfsperling (Pyrgitopsis grisea)
engl.: Grey-headed Sparrow

Familie: Sperlinge (Passeridae)
Unterordnung: Singvögel (Passeres)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)

Autor: Hans-Wilhelm Grömping
Mail: hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00253

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Allgemeines:

In der Familie der Sperlinge, zu der 34 Arten gehören, werden die drei Gattungen Montifringilla, Petronia und Passer zusammengefasst. Der Graukopfsperling gehört mit 20 weiteren Arten zur Gattung Passer, die in Afrika und Eurasien vertreten ist. Früher wurden die Sperlinge zusammen mit den Webervögeln, Witwen und Prachtfinken vereint in der Familie der Webervögel geführt. Das recht verschiedene Verhalten und die inneren und äußeren Unterschiede sprechen aber dafür, diese große Familie in verschiedene Familien aufzuteilen.


Beschreibung:

Graukopfsperlinge erreichen eine Körperlänge von 15 cm. Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt, Jungvögel matter. Graukopfsperlinge haben einen grauen Kopf (Name!), auf dem Rücken sind sie bräunlicher, die Schultern und der Bürzel sind rötlich braun, die Flügel und die Flügeldecken sind braun, der Schwanz ist schwarzbraun. Auf der Unterseite ist der Graukopfsperling hellgrau, zum Bauch hin heller cremeweiß bis weiß. In der Brutzeit ist der Schnabel schwarz, sonst graubraun mit ein wenig Gelb an der Unterschnabelbasis. Jungvögel haben eine dunkle Längsstreifung auf Flügeldecken und Rücken.

Graukopfsperling

Verbreitung und Bestand:

Der Graukopfsperling kommt vom Senegal ganz im Westen Afrikas bis nach Tansania, ganz im Osten Afrikas auf einer Linie südlich der Sahara vor. Fast überall ist er häufig.


Lebensraum:
Graukopfsperlinge kommen in vielen Lebensräumen vor, bevorzugen aber menschliche Siedlungen und bewohnen Dörfer und kleinere Städte. Sie sind ferner in Gärten, Plantagen, Buschland, auf Lichtungen und an Ufern zu finden. Dort wo Haussperlinge auftreten konkurriert der Graukopfsperling mit ihnen um Nahrung und Nistplätze. Er brütet unter Dächern, in Nischen von Gebäuden, auch in Baumhöhlen.

Nahrung:
Seine Nahrung sammelt der Sperling vor allem auf Straßen und Wegen. In Hotelanlagen kommt er wie der Haussperling auf die Tische, um Brotkrumen oder Kuchenkrümel zu erhaschen. Neben Sämereien aller Art und Getreide frisst der Graukopfsperling auch Insekten.


Stimme und Lautäußerungen:
Der Ruf ist ein schrilles, energisches „tschirp“- ganz nach Art der Spatzen. Außerdem hört man ein schnelles „tschi-ke-tschek.

Fortpflanzung:

Der Graukopfsperling baut sein unordentliches Nest gern unter Haus- und Hüttendächer. Daneben wird es auch in Baumhöhlen, Gebäudenischen, selbst in den Erdhöhlen von kleinen Eisvogelarten und vom Zwerg-Bienenfresser gefunden. Es besteht hauptsächlich aus Papierschnitzeln, Federn und aus Gräsern. Die 3-6 grauweißen Eier sind grau bis graubraun gestrichelt. Oft ist die Strichelung so dicht, dass der grauweiße Untergrund gar nicht wahrgenommen wird. Bruten finden fast das ganze Jahr hindurch statt, in Gambia und im Senegal von April bis Dezember. In der Brutbiologie unterschiedet sich der Graukopfsperling nicht vom Haussperling.

Literatur:

Barlow, Clive und Wacher, Tim: Birds oft the Gambia and Senegal, London 2005.

Bezzel, Einhard: Kompendium der Vögel Mitteleuropas, Passeres Singvögel, Wiesbaden.

Bielfeld, Horst: Weber, Witwen, Sperlinge, Stuttgart.



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