Gebirgs-Keilfleckschwebfliege (Eristalis jugorum)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung:
Zweiflügler (Diptera)
Familie:
Schwebfliegen (Syrphidae)

Autor:Hans-Wilhelm Grömping
Mail:hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00232

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Beschreibung:
Durch ihr stark unter die Augen herabgezogenes Gesicht unterscheiden sich Gebirgs-Keilfleckschwebfliegen von den anderen Keilfleckschwebfliegen (vgl. Eristalis pertinax, Eristalis tenax und Eristalis arbustorum) und sind dadurch nicht zu verwechseln.
Das Gesicht ist gelb bestäubt und lang behaart und weist eine glänzend schwarze Mittelstrieme auf. Backen und Mundrand reichen weit unter die Augen und laufen spitz nach unten aus. Der Hinterleib ist bei Eristalis jugorum samtschwarz, das zweite Segment weist zwei große rotgelbe Seitenflecken auf. An den folgenden Segmenten befinden sich weiße Hinterrandsäume. Bei den Weibchen dieser Schwebfliegenart sind diese Hinterrandsäume schmaler als bei den Männchen, auch die Flecken auf dem zweiten Segment sind schmaler. Bei den Weibchen ist dafür das Gesicht noch weiter herabgezogen als bei den Männchen. Die Stirn des Weibchens nimmt fast ein Drittel der Kopfbreite ein. Über die Flügelmitte verläuft ein schwaches Zickzackband. Die Hinterschenkel sind schwarz, das erste Glied des Hinterfußes ist verdickt. Während das Männchen eine Reihe auffällig dicht stehender schwarzer Haare an der Hinterseite des Vorderschenkels hat, hat das Weibchen an der Hinterseite des Vorderschenkels gelbe Haarreihen.
Gebirgs-Keilfleckschwebfliegen werden 11-15 mm lang.
Weibchen scheinen häufiger als Männchen zu sein.

Verbreitung und Vorkommen:
Verbreitet sind diese Fliegen in Europa und im Kaukasus. Wie der Name schon andeutet sind Gebirgs-Keilfleckschwebfliegen in Mitteleuropa im Gebirge und Hochgebirge anzutreffen und dort vorwiegend in Wäldern und an bewaldeten Hängen zu finden.

Flugzeit und Blütenbesuch:
Man findet diese Schwebfliegenart vom Juni bis Oktober an den unterschiedlichsten Blüten. Besonders zahlreich treten sie im Juli und August auf. Disteln, Habichtskräuter, Skabiosen und Baldrian werden bevorzugt angeflogen, seltener auch Doldenblütler. Gebirgs-Keilfleckschwebfliegen haben eine Vorliebe für blaue oder violette Blüten.

Larven:
Alle Eristalis-Arten haben Rattenschwanzlarven, die in verschmutztem Wasser leben und sich von Schlamm und Bakterien ernähren.

Literatur:
Barendregt, Aat: Zweefvliegentabel. Jeugdbondsuitgeverij, Utrecht.
Bothe, Gerald: Schwebfliegen. Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung, Hamburg.
Kormann, Kurt: Fauna Naturführer, Band 1: Schwebfliegen und Blasenkopffliegen Mitteleuropas, Fauna -Verlag, Nottuln.
Reemer, Menno: Zweefvliegen Veldgids (Diptera, Syrphidae). Jeugdbondsuitgeverij.



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Gebirgs-Keilfleckschwebfliege

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