Große Schwebfliege

Große Schwebfliege (Syrphus ribesii)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Zweiflügler (Diptera)
Familie: Schwebfliegen (Syrphidae)

Autor:Hans-Wilhelm Grömping
Mail:hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00178

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Die große Schwebfliege ist ein Kosmopolit, der in fast allen Teilen der Erde zu finden ist. In Mitteleuropa gehört diese Art zu den häufigsten Schwebfliegen, die in beinahe allen Lebensräumen anzutreffen ist und als Prototyp einer Schwebfliege angesehen werden kann.

Die Große Schwebfliege ist ein Generalist, der an einer Vielzahl von Pflanzen anzutreffen ist und ebenso an Doldenblütlern oder Hahnenfußgewächsen wie auch an blühenden Sträuchern vorkommt.


Weibchen der grossen Schwebfliege

Die Fliege wird 9-13 mm groß und ist von April bis September (manchmal bis November) anzutreffen. Mitte Mai und Ende August ist die Art am häufigsten. Es fliegen mehrere Generationen hintereinander. Syrphus ribesii (vor allem das Männchen) ist schwierig zu bestimmen, da es mehrere extrem ähnlich Arten gibt. Doch neben Syrphus vitripennis, der Kleinen Schwebfliege, die ähnlich häufig wie diese Art ist, ist nur Syrphus torvus, die Behaarte Schwebfliege, allgemein verbreitet. Die Große Schwebfliege ist mit drei gelben Binden auf dem Hinterleib gezeichnet, sie ahmt also wehrhafte Wespen nach. Die erste Binde ist in der Mitte unterbrochen, die folgenden sind hinten ausgerandet.


Männchen der grossen Schwebfliege

Das Mesonotum ist mattschwarz. Beim Weibchen sind die Hinterschenkel ganz gelb. Das ist ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zu Syrphus vitripennis, bei der die Weibchen größtenteils schwarze Hinterschenkel haben. Die  Männchen der Großen Schwebfliege besitzen sehr kleine schwarze Haare an der Spitze der Oberschenkelaußenseite. Weitere Kennzeichen dieser Art sind die vorne braun gefärbten Fühler, die rötlich gelbe, auf der Mitte schwarze Stirn und die nackten Augen. Syrphus torvus, die Behaarte Schwebfliege, hat dagegen kurz und dicht behaarte Augen.

Die Larven dieser Schwebfliegenart leben von Blattläusen, die an Roten Johannesbeersträuchern saugen (deshalb wird diese Art in der Literatur auch Johannisbeerschwebfliege genannt). Bis zu 150 Blattläuse vertilgt eine Larve pro Tag. Das macht diese Schwebfliegen in den Augen von Menschen zu ausgesprochenen Nützlingen.

Auch die Große Schwebfliege gehört zu den Schwebfliegenarten, die es Zugvögeln gleichtun und Hunderte oder gar Tausende von Kilometern wandern, um im Frühjahr nach Norden und  im Herbst nach Süden zu gelangen.

Literatur:
Barendregt, Aat:  Zweefvliegentabel, Jeugdbondsuitgeverij, Utrecht.
Bothe, Gerald: Schwebfliegen, DJN, Hamburg.
Kormann, Kurt: Fauna Naturführer, Band 1: Schwebfliegen und Blasenkopffliegen Mitteleuropas, Fauna -Verlag, Nottuln.
Reemer, Menno: Zweefvliegen Veldgids, Jeugdbondsuitgeverij, 2000.
Reichhoff-Riehm, Helgard: Steinbachs Naturführer, Insekten. Mosaik-Verlag München.
Sauer, Frieder: Sauers Naturführer, Fliegen und Mücken nach Farbfotos erkannt, Fauna - Verlag, Karlsfeld.
Schmid, Ulrich: Auf gläsernen Schwingen: Schwebfliegen, Stuttgart.
Verlinden, L. & Decleer, K.: The Hoverflies of Belgium and their faunistics, Brüssel.



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