Feldschwebfliege

Gemeine Feldschwebfliege (Eupeodes corollae)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung:
Zweiflügler (Diptera)
Familie:
Schwebfliegen (Syrphidae)

Autor:Hans-Wilhelm Grömping
Mail:hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00170

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Von Europa bis Asien, in Nordafrika und Nordamerika verbreitet ist die Gemeine Feldschwebfliege, die man in der älteren Literatur auch unter dem Namen Metasyrphus corollae findet. In Mitteleuropa kommt sie überall vor und ist zahlreich auf Wiesen und Feldern und an Wegrändern im offenen Gelände zu finden. Von ihrer Gattung ist sie die häufigste Art.


Männchen der Feldschwebfliege

Die Art wird 7-10,5 mm lang und hat auf den Hinterleibssegmenten 3 und 4 drei gelbe Fleckenpaare, die auf den Seitenrand übergehen. Bei den Männchen haben diese Flecken meistens eine schmale Verbindung, bei den Weibchen sind sie stets getrennt und gekrümmt.

Weitere Kennzeichen von Eupeodes corollae sind  gelbe Beine mit schwarzen Hüften und teilweise schwarze Schenkel und das überwiegend gelb behaarte Schildchen. Die Stirn ist beim Weibchen halb schwarz und halb gelb. Auffällig ist das asymmetrische Genitalorgan des Männchen, das als Knubbel an der Spitze des Hinterleibs zu sehen ist.

Mit ihrer Gelb-Schwarz-Zeichnung ahmt die harmlose Schwebfliege eine wehrhaftere Wespe nach, mit oft großem Erfolg, wenn auch einzelne Vogelarten wie der Grauschnäpper sie zahlreich erbeuten. An vielen unterschiedlichen Blüten naschen Feld-Schwebfliegen, an Disteln und Doldenblütlern, an Kriechendem Hahnenfuß, aber auch an Margerite und anderen Korbblütlern.

Ihre Eier legen Gemeine Feldschwebfliegen in der Nähe von Blattlauskolonien ab, denn wie viele andere Schwebfliegenarten ernähren sich ihre Larven von Blattläusen. Somit kann diese zutrauliche Fliege, die im Sommer oft in Gärten oder an Blumenfenstern in die Nähe des Menschen gelangt, in der Biologischen Schädlingsbekämpfung eine wichtige Rolle spielen.

Besonders zahlreich tritt diese Schwebfliege Anfang bis Mitte August auf, wenn zu den schon anwesenden Individuen sich dann noch häufig Artgenossen gesellen, die als Wanderart die Alpen überquert haben.

Einzelne Individuen kann man schon ab April beobachten, im Oktober lassen sich die letzten sehen.

Verwechseln kann man Eupeodes corollae mit einigen nahe verwandten Art wie Eupeodes latifasciatus oder Eupeodes luniger, die sich durch u.a. Merkmale der Flügel, der Stirn- und Gesichtzeichnung oder des Geschlechtsapparates (Lupe!) unterscheiden.

Literatur:
Barendregt, Aat:  Zweefvliegentabel, Jeugdbondsuitgeverij, Utrecht.
Bothe, Gerald: Schwebfliegen, DJN, Hamburg.
Kormann, Kurt: Fauna Naturführer, Band 1: Schwebfliegen und Blasenkopffliegen Mitteleuropas, Fauna -Verlag, Nottuln.
Reemer, Menno: Zweefvliegen Veldgids, Jeugdbondsuitgeverij, 2000.
Sauer, Frieder: Sauers Naturführer, Fliegen und Mücken nach Farbfotos erkannt, Fauna - Verlag, Karlsfeld.



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