Gemeine Keilfleckschwebfliege (Eristalis pertinax)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung:
Zweiflügler (Diptera)
Familie:
Schwebfliegen (Syrphidae)

Autor:Hans-Wilhelm Grömping
Mail:hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00168

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Neben der Mistbiene, der Kleinen Schwebfliege und der Hain-Schwebfliege gehört auch die Gemeine Keilfleckschwebfliege zu den überall häufigen Schwebfliegenarten. Sie unterscheidet sich von der ähnlichen Mistbiene, die auch Scheinbienen-Keilfleckschwebfliege heißt, durch ihre behaarte Fühlerborste (Foto), die man aber nur mit guten Augen oder einer Lupe erkennen kann. Außerdem fehlen der Gemeinen Keilfleckschwebfliege die für die Mistbiene so typischen durch die Augen laufenden Haarstriemen.

Wie die Mistbiene ist auch die Gemeine Keilfleckschwebfliege eine große, bienenähnliche Art, die 11-16 mm lang wird. Ihre Fühlerborste ist gefiedert, das Mesonotum ist mattschwarz. Der schwarze Hinterleib spitzt sich beim Männchen keilförmig zu. Auf dem zweiten Segment des Hinterleibs trägt diese Art  ein Paar rotgelber Flecken. Nie reichen die Flecken über das zweite Segment hinaus wie bei manchen anderen Eristalis-Arten. Beim Weibchen sind die Flecken aber manchmal nur undeutlich zu erkennen. Auf den Flecken ist das zweite Hinterleibsegment auffallend behaart. Die Vorderfüße von Eristalis pertinax sind ganz gelblich (ein Unterscheidungsmerkmal zur wesentlich selteneren Eristalis pratorum, die schwarze Vorderfüße hat), die Hinterschenkel sind schwarz.


mit gefiederter Fühlerborste

Die Flügel sind manchmal in der Mitte braun getönt, das Flügelstigma ist dunkelbraun, deutlich und zwei- bis dreimal so lang wie breit.

Von Ende März bis in den November hinein kann man diese Art antreffen. Sie ist an fast allen Blüten zu finden, besonders häufig an Doldenblüten, die zur Hauptflugzeit im Juli/August dicht mit den Fliegen besetzt sein können. Wie erwähnt gehören Gemeine Keilfleckschwebfliegen in Mitteleuropa zu den häufigsten Schwebfliegen sowohl in der Ebene wie auch in den Gebirgen und kommen in allen Biotopen vor, Verbreitet sind sie in ganz Europa wie auch in Sibirien.

Wie bei den anderen Eristalis –Arten sind auch die Eristalis pertinax –Larven Schlammbewohner. Die Larven nennt man Rattenschwanzlarven. Der „Rattenschwanz“ wirkt wie eine lang ausgezogener „Schnorchel“, mit dem die Larve auch in sauerstoffarmen Milieu atmen kann.

Literatur:
Barendregt, Aat:  Zweefvliegentabel, Jeugdbondsuitgeverij, Utrecht.
Bothe, Gerald: Schwebfliegen, DJN, Hamburg.
Kormann, Kurt: Fauna Naturführer, Band 1: Schwebfliegen und Blasenkopffliegen Mitteleuropas, Fauna -Verlag, Nottuln.
Reemer, Menno: Zweefvliegen Veldgids, Jeugdbondsuitgeverij, 2000.
Sauer, Frieder: Sauers Naturführer, Fliegen und Mücken nach Farbfotos erkannt, Fauna - Verlag, Karlsfeld.



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Keilfleckschwebfliege

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