Große Sumpfschwebfliege

Große Sumpfschwebfliege (Helophilus trivittatus)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Zweiflügler (Diptera)
Familie: Schwebfliegen (Syrphidae)

Autor:Hans-Wilhelm Grömping
Mail:hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00166

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Die Große Sumpfschwebfliege wird auch Große Schmuckschwebfliege genannt und ist sicher eine der attraktivsten Schwebfliegenarten. Sie ist schmal gebaut, mit 11-17 mm (die Weibchen sind deutlich größer als die Männchen) recht stattlich und glänzt auffallend. Wie bei den beiden anderen Helophilus Arten fallen vier gelbe Längsstreifen auf dem Mesonotum auf. Weiter ist Helophilus trivitattus gekennzeichnet durch eine gelbe Gesichtsstrieme, schwarze Fühler, durch vorwiegend rotgelbe Vorderbeine und durch teilweise schwarze Schenkel.


grosse Sumpfschwebfliege mit Mistbiene

Von der ähnlichen Helophilus pendulus ist diese Art sowohl durch die gelbe Gesichtsstrieme als auch durch die ausgedehntere gelbe Hinterleibszeichnung zu unterscheiden. Dafür sind die schwarzen Zeichnungen des Hinterleibs weniger ausgedehnt. Das Weibchen hat eine breite, schwarze und vorne hellgelb behaarte Stirn.

Die Große Sumpfschwebfliege fliegt von Mai bis Oktober und ist im späten Sommer am auffälligsten. Von Jahr zu Jahr tritt sie  in wechselnder Häufigkeit auf, lokal kann die Große Sumpfschwebfliege auch zahlreicher als die im Allgemeinen häufigere Gemeine Sumpfschwebfliege (Helophilus pendulus) vorkommen. Wie die anderen Helophilus – Arten ist die Große Sumpfschwebfliege eine Wanderart.

Verbreitet ist diese Schwebfliege in ganz Europa, in Sibirien, Zentralasien und Nordamerika. In Mitteleuropa ist sie in offenem Gelände an  feuchten Stellen auf ungemähten, blumenreichen Wiesen anzutreffen, aber in meist geringer Individuenzahl; aber auch in trockenen Biotopen kommt die Große Sumpfschwebfliege vor.

Blüten von Bärenklau, Disteln, Dost, Geißfuß, Goldruten und Greiskraut werden besonders gern aufgesucht, um Pollen und Nektar zu naschen.


Männchen und Weibchen

Ihre Eier legen Helophilus-Arten in stehenden, schlammigen Gewässern, mitunter sogar in sauerstofflosen Jauchegruben ab. Die Larven sind sogenannte Rattenschwanzlarven, bei denen sich das Hinterende zu einem langen Schnorchel hinzieht. Mit diesem Schnorchel, der ihr Atemrohr ist, schöpft die Larve an der Oberfläche ihrer sauerstoffarmen Umgebung Frischluft.

Literatur:
Bothe, Gerald: Schwebfliegen, DJN, Hamburg.
Kormann, Kurt: Fauna Naturführer, Band 1: Schwebfliegen und Blasenkopffliegen Mitteleuropas, Fauna -Verlag, Nottuln.
Reemer, Menno: Zweefvliegen Veldgids, Jeugdbondsuitgeverij, 2000.
Sauer, Frieder: Sauers Naturführer, Fliegen und Mücken nach Farbfotos erkannt, Fauna - Verlag, Karlsfeld.Verlinden, L. & Decleer, K.: The Hoverflies of Belgium and their faunistics, Brüssel.



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