Gemeine Wespenschwebfliege

Gemeine Wespenschwebfliege (Chrysotoxum cautum)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung:
Zweiflügler (Diptera)
Familie:
Schwebfliegen (Syrphidae)

Autor:Hans-Wilhelm Grömping
Mail:hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00165

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Die Gemeine Wespenschwebfliege ist in Europa und Nordasien verbreitet und die häufigste Art der Gattung Chrysotoxum. Zur Gattung gehören kräftige Schwebfliegen mit in der Mitte unterbrochenen gelben Seitenstreifen. Während die Gemeine Wespenschwebfliege im Norden seltener ist, ist sie in Mitteleuropa zerstreut bis verbreitet anzutreffen. Sie hält sich gerne an blumenreichen Waldrändern und in Waldesnähe auf und setzt sich morgens mit Vorliebe auf besonnte Blätter.

Sie fliegt von Mai bis September und ist im Mai am ehesten anzutreffen.

Blütenbesuche stattet diese Art vor allem dem Geißfuß (auch Giersch genannt), dem Kriechenden Hahnenfuß, dem Löwenzahn, der Zypressenwolfsmilch und dem Hartriegel ab. Auch den Honigtau, den Blattlauskolonien auf Blättern hinterlassen, weiden diese Schwebfliegen gern ab. Die gemeine Wespenschwebfliege ist sehr agil und tritt stellenweise besonders in Laubwäldern auf.

Die Art kann man leicht mit den anderen ähnlichen Arten der Gattung verwechseln; bei der Bestimmung ist vor allem auf die Länge der Fühlerglieder und die Form der Bogenbinden zu achten.

Chrysotoxum cautum wird 12-14 mm lang. Das dritte Fühlerglied ist ungefähr so lang wie die beiden anderen Fühlerglieder zusammen. Der ovale flache Hinterleib zeigt drei gelbe Bogenbinden, die sich vor dem Seitenrand mit den schmalen Hinterrandbinden vereinigen. Die weißlichen Streifen auf der Brust reichen fast bis zum Schildchen, allerdings sind sie in der Nähe des Schildchens undeutlich. Dass Schildchen ist gelblich und hat einen dunkleren Fleck in der Mitte. Auffällig sind die gelben Fleckenpaare am Vorderrand des Hinterleibes.

Die Gemeine Wespenschwebfliege hat gelbe Beine, die an der Basis aber breit schwarz sind. Die Stirn des Weibchens (siehe Abbildungen) ist schwarz mit grau bestäubten Seitenflecken.

Vermutlich leben die Larven der Gattung Chrysotoxum im morschem Holz, möglicherweise aber auch von Blattläusen.

Literatur:
Bothe, Gerald: Schwebfliegen, DJN- Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung.
Kormann, Kurt: Fauna Naturführer, Band 1: Schwebfliegen und Blasenkopffliegen Mitteleuropas, Fauna -Verlag, Nottuln.
Sauer, Frieder: Sauers Naturführer, Fliegen und Mücken nach Farbfotos erkannt, Fauna - Verlag, Karlsfeld.
Schmid, Ulrich: Auf gläsernen Schwingen, Stuttgarter Beiträge zur Naturkunde, Nr. 40.



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Wespenschwebfliege

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