Gemeine Keilfleckschwebfliege

Kleine Keilfleckschwebfliege (Eristalis arbustorum)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung:
Zweiflügler (Diptera)
Familie:
Schwebfliegen (Syrphidae)

Autor:Hans-Wilhelm Grömping
Mail:hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00162

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Dutzende, ja manchmal Hunderte von Schwebfliegen umschwirren im August die Doldenblütler am Wegrand. Besonders der Bärenklau ist überaus beliebt bei den Schwebfliegen. Bei genauerem Hinsehen sind neben Totenkopf- und Hainschwebfliegen vor allem Keilfleckschwebfliegen zu erkennen, unter ihnen die Mistbiene (Eristalis tenax), die Gemeine Keilfleckschwebfliege (Eristalis pertinax) und eben die Kleine Keilfleckschwebfliege (Eristalis arbustorum).

Wie die anderen genannten Arten gehört die Kleine Keilfleckschwebfliege zu den häufigsten und überall gegenwärtigen Schwebfliegenarten in unseren Breiten. Sie besiedelt alle Biotope, aber ganz besonders Biotope im offenen Gelände. Verbreitet ist sie über ganz Europa, in Sibirien, Zentralasien und in Nordamerika.

Wie der Name schon andeutet ist die Kleine Keilfleckschwebfliege erkennbar kleiner als die anderen Eristalis-Arten; sie wird nur etwa 8-11 mm lang. Weitere Artkennzeichen sind die schwarzbraunen Fühler mit der lang gefiederten Borste, das weiß bestäubte Gesicht und die ebenfalls weiß bestäubte Stirn, die eine dichte helle Behaarung aufweisen, die behaarten Augen, das mattschwarze Mesonotum und das braune Schildchen.


Männchen der Keilfleckschwebfliege

Der Hinterleib der Kleinen Keilfleckschwebfliege ist schwarz. Beim Männchen befinden sich auf dem zweiten Segment ein Paar große rotbraune bis orange Seitenflecken; ähnliche Flecken befinden sich auch auf dem dritten Körpersegment und geben dieser Schwebfliege eine besonders hübsche Erscheinung. Beim Weibchen sind diese Flecken nur auf dem zweiten Segment vorhanden und mitunter recht undeutlich. Helle, schmale Ringe verbinden die einzelnen Segmente. Das dritte Segment ist immer ungefleckt.

Die Flügel sind glasklar, die Beine mattschwarz, die Spitze der Schenkel und das basale Ende der Schienen sind rostrot. Verwechselt werden kann die Kleine Keilfleckschwebfliege vor allem mit Eristalis abusivus, die aber keine lang gefiederte Fühlerborsten (Lupe!) hat und mit der Mittleren Keilfleckschwebfliege (Eristalis interrupta, syn. Eristalis nemorum), die etwas größer ist und ein punktförmiges Randmal am Flügel besitzt. Bei Eristalis arbustorum ist dieses Randmal länger.

Die Kleine Keilfleckschwebfliege ist vom April bis zum September anzutreffen; besonders häufig ist sie im August. Dann ist sie an vielen Blüten wie z.B. Dost zu finden, aber besonders an Dolden- und Korbblütlern.

Auch die Kleine Keilfleckschwebfliege gehört zu den Wanderarten, die zwischen Juli und Oktober sogar die Alpen überqueren.

Literatur:
Barendregt, Aat: Zweefvliegentabel, Jeugdbondsuitgeverij, Utrecht.
Bothe, Gerald: Schwebfliegen, DJN, Hamburg.
Kormann, Kurt: Fauna Naturführer, Band 1: Schwebfliegen und Blasenkopffliegen Mitteleuropas, Fauna -Verlag, Nottuln.
Reemer, Menno: Zweefvliegen Veldgids, Jeugdbondsuitgeverij, 2000.
Sauer, Frieder: Sauers Naturführer, Fliegen und Mücken nach Farbfotos erkannt, Fauna - Verlag, Karlsfeld.



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Kleine Keilfleckschwebfliege

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