Späte Großstirnschwebfliege

Späte Großstirnschwebfliege (Scaeva pyrastri)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung:
Zweiflügler (Diptera)
Familie:
Schwebfliegen (Syrphidae)

Autor:Hans-Wilhelm Grömping
Mail:hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00161

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Die Späte Großstirnschwebfliege, auch Blasenköpfige Schwebfliege und nach den weißen halbmondähnlichen Abzeichen auf dem Hinterleib Halbmondschwebfliege genannt, ist mit 14 bis 15 mm Körperlänge eine recht stattliche Schwebfliege.

An den stark gekrümmten, weißlichen Halbmonden und an der deutlich aufgetriebenen Stirn ist Scaeva pyrastri leicht kenntlich; weitere Kennzeichen der glänzenden Schwebfliege sind die rötlich braunen Fühler, die wachsige Stirn und das gelbgraue Gesicht, über das sich eine bräunlich Mittellinie zieht, die behaarten Augen, das blauschwarze Mesonotum und das braungelbe Schildchen.

Auf dem Hinterleib fallen die drei weißlichen Binden auf. Die Binden auf dem ersten Hinterleibssegment sind gerade, die auf dem zweiten und dritten Segment sind gekrümmt und schief gestellt. Mitunter haben Weibchen einen ganz schwarzen Hinterleib, auf dem die Flecken dann nur noch schwach als weiße Haarfeldchen sichtbar sind. Die Beine der Halbmondschwebfliege sind rotgelb, die Schenkel sind größtenteils schwarz.

Verbreitet ist diese Schwebfliege von Europa bis Japan, in Nordafrika und in Nordamerika. In Mitteleuropa ist Scaeva pyrastri in der Ebene und im Gebirge auf Wiesen, Feldern und an Weg- und Waldrändern verbreitet. Auch Gärten sucht sie gerne auf. Sie ist besonders auf den Blüten unterschiedlicher Doldenblütler zu finden sowie auf Disteln, Zypressenwolfsmilch, Brombeeren und Himbeeren. Auch auf die Geranien in den Balkonkästen setzt sie sich gerne.

Scaeva pyrastri ist eine typische Sommerart, die von April bis September/Oktober fliegt und im Juli und August am häufigsten ist.

Alle Larven der Gattung Scaeva ernähren sich von Blattläusen und sind an Kräutern, Nadel- und Obstbäumen zu finden. Sie sind sehr gefräßig und fallen über mindestens 20 verschiedene Blattlausarten her.

Literatur:
Bothe, Gerald, Schwebfliegen, DJN, Hamburg.
Kormann, Kurt: Fauna Naturführer, Band 1: Schwebfliegen und Blasenkopffliegen Mitteleuropas, Fauna -Verlag, Nottuln.
Sauer, Frieder, Fliegen und Mücken nach Farbfotos erkannt, Fauna - Verlag, Karlsfeld.



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