Schnauzen-Schwebfliege

Schnauzen-Schwebfliege (Rhingia campestris)
syn. Kegelfliege

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung:
Zweiflügler (Diptera)
Familie:
Schwebfliegen (Syrphidae)

Autor:Hans-Wilhelm Grömping
Mail:hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00156

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Schnauzenschwebfliegen sind durch das schnabelförmig vorgezogene Gesicht gut zu erkennen. Drei Arten gehören zur Gattung Rhingia (Schnauzenschwebfliege). Sie unterscheiden sich u.a. durch die Kopfform. Rhingia campestris ist die häufigste Art. Im Unterschied zu Rhingia rostrata hat sie am Hinterleib eine schwarze Seitennaht, bei Rhingia rostrata ist diese ganz rot. Die dritte Art Rhingia austriaca hat einen kürzeren Schnabel als die beiden anderen Rhingia- Arten und kommt nur in den Alpen, im Schwarzwald, in der Schwäbischen Alb und im Harz vor.

Rhingia campestris, die Gemeine Schnauzenschwebfliege oder Kegelfliege ist in Mitteleuropa von der Ebene bis zum Gebirge verbreitet und stellenweise häufig unweit von Weiden, an Waldwegen und auf Feldern und Wiesen zu finden. Die Gemeine Schnauzenschwebfliege hat rostrote Fühler und einen rostroten Rüssel, der an der äußersten Spitze dunkel ist. Vier graue Längsstreifen ziehen sich über das Mesonotum (die Brust). Der gelbrote Hinterleib hat dunkle Einschnitte und die Flügel sind rotbraun getönt.

Die Beine der Gemeinen Schnauzenschwebfliege sind rotgelb, die Schenkel sind an der basalen Hälfte schwarz, die Schienen haben einen dunklen Ring. Das Weibchen unterscheidet sich vom Männchen dadurch, dass die Stirn und der Scheitel grau bestäubt sind.

Diese Schwebfliege wird 8-11 mm lang, besucht vom April bis zum September in zwei bis drei Generationen die Blüten von Taubnesseln und Storchschnabel, vom Kriechenden Hahnenfuß, vom Günsel und vom Dost. Auch Rote Lichtnelken und Nachtviolen ziehen Schnauzenschwebfliegen an. Am häufigsten ist Rhingia campestris im Mai zu finden.

Die Larven der Schnauzenschwebfliegen sind saprophag, d.h. abfallfressend. Die Schwebfliegen legen ihre Eier an Halmen über Kuhfladen ab. Die Larven fallen dann herunter und bohren sich im Kuhmist ein. Man kann sie und später dann die Puppen kaum erkennen, weil sie völlig mit Dung verklebt sind. Ist der Dung vertrocknet, sind die Larven erwachsen und ruhen nach weinige Tage in der Nähe am Boden. Danach verpuppen sich die Larven und die Fliegen schlüpfen.

Literatur:
Bothe, Gerald, Schwebfliegen, DJN, Hamburg.
Kormann, Kurt: Fauna Naturführer, Band 1: Schwebfliegen und Blasenkopffliegen Mitteleuropas, Fauna -Verlag, Nottuln.
Sauer, Frieder, Fliegen und Mücken nach Farbfotos erkannt, Fauna - Verlag, Karlsfeld.



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