Sumpfschwebfliege

Gemeine Sumpfschwebfliege (Helophilus pendulus)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Zweiflügler (Diptera)
Familie: Schwebfliegen (Syrphidae)

Autor:Hans-Wilhelm Grömping
Mail:hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00124

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Die vier gelben Längsstreifen auf dem Mesonotum (Brust) fallen direkt ins Auge, wenn man diese Schwebfliege betrachtet. Weitere Kennzeichen dieser hübschen Art sind die schwarzen Fühler, der breite schwarze Mittelstrieme im gelb bestäubten Gesicht, die rotgelben Zeichnungen auf dem schwarzen Hinterleib und die stark verdickten Hinterschenkel. Die Beine sind schwarz und rotgelb. Beim Weibchen sind die Augen doppelt so breit getrennt wie beim Männchen. Die Weibchen sind deutlich größer als die Männchen und erreichen eine Größe von bis zu 14 mm.

Verwechseln kann man diese Art am leichtesten mit der großen Sumpfschwebfliege (Helophilus trivittatus), die aber nicht nur größer ist, sondern ein gelbe Mittelstrieme im Gesicht hat und deren schwarze Zeichnungen auf dem Hinterleib nicht so ausgedehnt sind.

Beide Sumpfschwebfliegenarten sind ausgesprochene Wanderarten wie insgesamt etwa 30 Schwebfliegenarten in Europa. Die Wanderungen liegen zwischen Juli und Oktober und die Richtung des Wanderfluges geht nach Süden und Südwesten.

Die Gemeine Sumpfschwebfliege kommt in Europa und Sibirien vor. In Mitteleuropa ist diese Art verbreitet und häufig. Sie besiedelt das Gebirge ebenso wie die Ebene und ist in verschiedenen Biotopen zu finden. So häufig wie die Keilfleckschwebfliegen und vor allem die Mistbiene ist sie aber nicht anzutreffen und tritt nach meinen Beobachtungen vor allem in einzelnen Exemplaren auf. Ihre Flugzeit dauert von April bis zum September, manchmal bis in den November. Man findet Helophilus pendulus an Dost, Disteln, Himbeeren, Hahnenfuß, auch an Buddleia und Goldrute, seltener an Doldenblütlern.

Die Rattenschwanzlarven der Helophilus-Arten leben in stehenden, schlammigen Gewässern, mitunter sogar in sauerstofflosen Jauchegruben. Das Hinterende dieser Larve zieht sich zu einem langen Schnorchel hin. Mit diesem Schnorchel schöpft die Larve an der Oberfläche ihrer sauerstoffarmen Umgebung Frischluft. Es ist also das Atemrohr der Larve. Die Schwebfliegen selbst kommen nicht nur in Feuchtgebieten, sondern auch weitab davon in Gärten und trockenen Biotopen vor.

Literatur:
Kormann, Kurt: Fauna Naturführer, Band 1: Schwebfliegen und Blasenkopffliegen Mitteleuropas, Fauna -Verlag, Nottuln.
Sauer, Frieder: Sauers Naturführer, Fliegen und Mücken nach Farbfotos erkannt, Fauna - Verlag, Karlsfeld.



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