Winterschwebfliege

Winterschwebfliege (Episyrphus balteatus)

syn. Hain-Schwebfliege
Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung:
Zweiflügler (Diptera)
Familie:
Schwebfliegen (Syrphidae)

Autor:Hans-Wilhelm Grömping
Mail:hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00118

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Da die Weibchen dieser Schwebfliegenart überwintern und auch an warmen Wintertagen fliegen, erhielt diese Art den deutschen Namen Winterschwebfliege.

Die Winterschwebfliege fliegt gewöhnlich von März bis Oktober. Sie wird etwa 8-11 mm lang und ist recht schmal gebaut. Kennzeichen dieser Art sind die drei hellgrauen Längslinien am Mesonotum (Brust), die unbehaarten Augen, die grau bestäubte Stirn, die über den Fühlern dunkler ist und die oft ganz braunen Fühler. Der Hinterleib hat am 2. Segment zwei gelbe Flecken sowie am 3. und 4. Segment breite schwarze Hinterrandsäume. Typisch für die Art sind auch die blaugrau wirkenden Querstreifen. Eigentlich kann man diese Schwebfliegenart mit anderen Schwebfliegen kaum verwechseln, da die Hinterleibszeichnung recht eindeutig ist.

Wie bei fast allen Schwebfliegenarten ist auch bei S. balteatus ein ausgesprochener Sexualdimorphismus vorhanden, ohne große Mühe lassen sich die Geschlechter unterscheiden. Bei den Weibchen sind die Augen immer getrennt, bei den Männchen stoßen sie zusammen oder liegen sie näher zusammen.

Winterschwebfliegen sind sehr häufige Blütenbesucher im Garten (vermutlich ist die Art die häufigste Schwebfliege Mitteleuropas) und auf fast allen Blüten anzutreffen. Außer für Dolden- und Korbblüten, auf denen man oft mehr als zehn Exemplare dieser Art antreffen kann, haben diese Schwebfliegen im Sommer auch für Klatschmohn eine Vorliebe, im Frühjahr findet man sie vor allem an Weidenkätzchen. Man findet Episyrphus balteatus in allen Biotopen Mitteleuropas, darüber hinaus ist sie in fast ganz Europa, Asien und Nordamerika anzutreffen.

Diese Art ist ein ausgesprochener Nützling, da die Larven von Blattläusen leben, die sie anstechen und aussaugen. Bis zu 100 Läuse vertilgt eine einzige Larve am Tag. In Sommern, in denen es besonders viele Blattläuse gibt, gibt es deshalb auch immer besonders viele Winterschwebfliegen.

Literatur:
Sauer, Frieder: Sauers Naturführer, Fliegen und Mücken nach Farbfotos erkannt, Fauna - Verlag, Karlsfeld.
Kormann, Kurt: Fauna Naturführer, band 1: Schwebfliegen und Blasenkopffliegen Mitteleuropas, Fauna -Verlag, Nottuln.
Reichhoff-Riehm, Helgard: Steinbachs Naturführer, Insekten. Mosaik-Verlag München.
Sauer, Frieder: Sauers Naturführer, Fliegen und Mücken nach Farbfotos erkannt, Fauna - Verlag, Karlsfeld.



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