Totenkopfschwebfliege

Totenkopfschwebfliege (Myathropa florea)

Stamm: Gliedertiere (Arthropoda)
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Zweiflügler (Diptera)
Familie: Schwebfliegen (Syrphidae)

Autor:Hans-Wilhelm Grömping
Mail:hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00117

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Schwebfliegen sind gewöhnlich dornenlose und meist nur spärlich behaarte Fliegen. Da die Männchen sich im Sonnenschein manchmal lange an einem oft gleichen Ort schwebend in der Luft aufhalten, kam es zur Namensgebung Schwebfliegen. Die Weibchen suchen unermüdlich auf Blumen nach Nahrung. Besonders häufig findet man sie auf Dolden- und Korbblüten. Schwebfliegen ähneln wehrhaften Insekten wie Wespen, Bienen oder Hummeln und werden deshalb auch von den meisten Vögeln nicht angegriffen. Weltweit kennt man etwa 4000 Arten, von denen bei uns ca. 270 Arten vorkommen.


Weibchen

Nicht alle Schwebfliegen haben einen deutschen Namen. Myathropa florea hat den Namen Totenkopfschwebfliege erhalten, weil ihre Brustzeichnung einem Totenkopf ähneln soll. Diese Zeichnung auf dem Mesonotum (Brust) macht die Fliege unverwechselbar. Als weitere Kennzeichen hat sie schwarze Fühler, behaarte Augen und ein Gesicht mit schwarzer Mittelstrieme.

Der Hinterleib ist schwarz und weist große, gelbe Flecken an den Seiten auf. Die Flügel sind bräunlich getönt. Die Beine sind gelb und schwarz gezeichnet. Die Stirn des Weibchens ist schwarz mit gelblich bestäubten Seiten.

Die Totenkopffliege wird 10 –14 mm lang und fliegt von April bis September, besonders zahlreich im Mai und Juni.. Die Larven entwickeln sich in kleinsten schlammigen Gewässern, so z.B. in ausgefaulten mit Wasser gefüllten Astlöchern. Man findet diese Schwebfliege in fast ganz Europa, darüber hinaus auch in Sibirien, Zentralasien und in Nordafrika regelmäßig und häufig. Bei uns gehört sie zu den häufigsten Schwebfliegen überhaupt und man findet sie in Gärten, wo sie die Blüten von Doldenblütlern wie Bärenklau und Möhren besucht. Totenkopfschwebfliegen sind beim Blütenbesuch recht unruhig, sitzen meistens nur kurz auf einer Blüte und fliegen dann schnell wieder fort. Dabei scheuchen sie andere Insekten oft auf. Die Larven fressen Blattläuse und sind deshalb für den Gärtner sehr nützlich.

Literatur:
Sauer, Frieder: Sauers Naturführer, Fliegen und Mücken nach Farbfotos erkannt, Fauna - Verlag, Karlsfeld.
Reichhoff-Riehm, Helgard: Steinbachs Naturführer, Insekten. Mosaik-Verlag München.
Kormann, Kurt: Fauna Naturführer, band 1: Schwebfliegen und Blasenkopffliegen Mitteleuropas, Fauna -Verlag, Nottuln.



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Totenkopfschwebfliege

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