Pfeifente

Pfeifente (Anas penelope)

Gattung: Schwimmenten (Anas)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Ordnung: Entenvögel (Anseriformes)

Autor: Hans-Wilhelm Grömping
Mail: hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00083

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Pfeifentenerpel

In der Größe liegt die Pfeifente mit 46 cm Länge zwischen Krickente und Stockente. Ihr durchschnittliches Gewicht beträgt rund 700 Gramm. Im Brutkleid sind Pfeifentenerpel unverkennbar: Rücken und Seiten sind hellgrau und fein quergewellt. Der Kopf ist rotbraun mit auffälliger goldgelber Stirnblässe, die Brust ist weinrot. Im Schlichtkleid wirken Pfeifenten einfarbiger, dunkler und brauner. Der Schnabel ist recht kurz und hell blaugrau. Fliegende Pfeifenten sind im Flug leicht kenntlich, denn dann fallen weißer Bauch und weiße Brust auf. Auch das große weiße Vorderflügelfeld kann man im Flug gut wahrnehmen. Während Pfeifentenmännchen nicht mit anderen Entenarten verwechselt werden können, wird das Weibchen schnell mit Weibchen der Schnatterenten verwechselt, weil diese auch weiße innere Armschwingen haben.

Pfeifente im Flug

Während des Winters halten sich Pfeifenten in großer Zahl und in großen Trupps an der Küste und auf überschwemmten, küstennahen Wiesen auf. Im niederländischen Wattenmeer kann man oft Tausende antreffen. Pfeifenten weiden entweder wie Gänse an Land oder waten durch das Watt auf der Suche nach Algen und Muscheln. Gern halten sich die geselligen Vögel auch unter den Scharen der Ringelgänse auf, die während des Winterhalbjahres an den Küsten verweilen. Nahrungssuchende Pfeifenten schwimmen auch auf Seen und picken dabei Wasserlinsen und Wasserhahnenfuß von der Wasseroberfläche auf.

Auf über eine Millionen Brutpaare schätzt man den Bestand der Pfeifente in der Welt. In Deutschland brütet diese Entenart nicht. Brutheimat ist Island, sind die britischen Inseln, Norwegen, Schweden, Finnland, Russland und Sibirien. Im Süden reicht das Brutgebiet bis an die Ostsee. In ihrem Brutgebiet bewohnt die Pfeifente Seen und Altwasser mit viel Pflanzenbewuchs. Sie bevorzugt große Gewässer.

Das Nest der Pfeifente ist fast immer unter niedrigen Zwergsträuchern versteckt oder unter jungen Bäumen, meistens in der Nähe des Wassers und nie mehr als 250 m davon entfernt. Es wird nur vom Weibchen gebaut und besteht aus einer 5-7 cm tiefen Mulde, die manchmal mit dürren Pflanzenteilen aus der Umgebung ausgelegt wird. Meistens legt das Weibchen ab Mitte Mai neun Eier, täglich eins. Ist das Gelege komplett, bebrütet es die Eier 23-24 Tage. Danach führt das Weibchen die Jungen bis etwa Anfang August und löst sich dann von ihnen, selbst wenn sie noch nicht ausgewachsen sind.

Pfeifenten fliegen mit raschen Flügelschlägen und vollführen dabei plötzliche Kehrtwendungen. Das Männchen stößt einen sehr lauten Pfiff aus, auf den sich der Name Pfeifente bezieht.



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