Tafelente

Tafelente (Aythya ferina)

Gattung: Tauchenten (Aythya)
Familie: Enten (Anatidae)
Ordnung: Entenvögel (Anseriformes)

Autor: Hans-Wilhelm Grömping
Mail: hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00082

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Tafelenten im Prachtkleid sind unverkennbar: Kopf und Hals sind rostrot, die Vorderbrust ist schwarz, der Rücken silbriggrau. Die Weibchen dagegen haben keine auffälligen Merkmale; beim Auffliegen kann man sie aber am grauen Rücken und der grauen Flügelbinde identifizieren. Außerdem sind Tafelenten auch immer am langen, hohen Kopf mit der fliehenden Stirn zu erkennen.

Tafelente Spiegelung

Tafelenten haben ihr Brutgebiet in den letzten Jahrzehnten vom Osten her ausgehend ausgeweitet. So gab es zum Beispiel in Westfalen früher Tafelenten als Brutvögel nicht. 1933 wurde diese Enten dort zum ersten Mal als Brutvogel nachgewiesen; danach nahmen sie langsam aber stetig im Bestand zu. Auch heute noch sind diese Enten, die mit 46 cm Länge kleiner als die bekannten Stockenten sind, in Westfalen nicht gerade häufige Brutvögel, aber ihr Bestand im Winter ist oft beträchtlich. Zu Tausenden überwintern Tafelenten an den Talsperren der Ruhr.

Tafelenten gehören zur Gruppe der Tauchenten. Sie haben sich weitestgehend an das Leben auf dem wasser angepasst und kommen nur noch selten an Land. Schon von Weitem kann man Tauchenten auf dem Wasser von Schwimmenten unterscheiden. Bei Tauchenten liegt der Schwanz nämlich beim Schwimmen flach im Wasser, ist somit kaum zu sehen, ermöglicht den Vögeln aber die hervorragenden Tauchleistungen, während man bei Gründel- oder Schwimmenten den nach oben gerichteten Schwanz schon von Weitem sehen kann.

Tafelente Gruppe

Zur Brutzeit ziehen Tafelenten stille Gewässer mit einer Tiefe von bis zu einem Meter und einer freien Wasserfläche von mindestens 5 ha anderen Gewässern vor. Der See sollte von einem nicht zu breiten Röhrichtgürtel umgeben sein, der reichlich Nistgelegenheiten bietet. Während der Brutzeit leben die Tafelenten in Paaren zusammen, doch die Erpel harren nur höchstens bis zum Schlüpfen der Jungen bei ihren Enten aus. Ihre Nester legen Tafelenten höchstens 5-10 Meter vom Wasser entfernt an; man findet sowohl schwimmende Nester im Röhricht als auch Nester auf festem Untergrund. Nester an land liegen meistens unter Dornengestrüpp oder auch wenig versteckt unter Gras. Im Durchschnitt legt ein Weibchen etwas mehr als acht Eier. Gebrütet wird erst nach Ablage des letzten Eies, meistens ab Anfang Mai. Nach etwa 24 Tagen schlüpfen die Jungen.



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