Knäkente

Knäkente (Anas querquedula)

Gattung: Schwimmenten (Anas)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Ordnung: Entenvögel (Anseriformes)

Autor: Hans-Wilhelm Grömping
Mail: hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00076

► mehr Vögel



Mit einer Körperlänge von 38 cm ist die Knäkente nach der Krickente die zweitkleinste heimische Entenart. Die Flügelspannweite der Knäkente beträgt etwa 65 cm. Die Knäkente ist noch zierlicher als die etwas gedrungener wirkende Krickente und wiegt etwa 300-400 Gramm. Das Männchen hat einen rötlichbraunen Kopf und Hals, die Vorderbrust ist messingbraun, die Seiten sind scharf abgesetzt hellgrau und fein schwarz gebändert. Gekennzeichnet ist die Knäkente aber durch den breiten weißen Streifen, der bogenförmig vom Auge bis in den Nacken reicht. Auffällig sind auch die langen schwarzweißen Schulterfedern, die über den Flügeln herunterhängen. Im Ruhekleid sind Knäk- und Krickenten nur schwer voneinander zu unterscheiden, zumal beide Arten grüne Flügelspiegel haben. Das Gefieder der Knäkente ist aber etwas kontrastreicher.

Ihren Namen hat die Knäkente aufgrund ihres Rufes erhalten, den sie beim Abfliegen ertönen lässt und der wie „knä-äk“ oder „knäk“ klingt. Daneben hört man von der Knäkente noch weitere unterschiedliche Rufe, der Balzruf des Männchens klingt wie „klerrreb“ und erinnert an eine hölzerne Knarre.

Knäkenten bewohnen nährstoff- und nahrungsreiche Biotope in den Niederungen. Sie laufen, waten, kriechen und schwimmen geschickt durch das undurchdringliche Pflanzengewirr im Uferbereich. Ihren Lebensraum teilen Knäkenten häufig mit den Krickenten, doch kommen sie weniger als diese auf Salzwasser vor. Wie die Krickente gehört auch die Knäkente zu den Schwimmenten. Knäkenten fliegen schneller und wendiger als die größeren Stockenten, sie steigen aber weniger steil vom Wasser auf und fliegen langsamer und gleichmäßiger als die Krickenten. Ihre Nahrung erwerben Knäkenten fast nur auf offenen Wasserflächen der meist seichten Gewässer, an Land sieht man sie nur selten. Sie nehmen ihre Nahrung meist im schwimmen auf, wobei sie den Kopf unter Wasser halten; nach Nahrung tauchen Knäkenten nie, sie schnappen dagegen wohl nach über dem Wasser fliegenden Insekten. Die Nahrung der Knäkente besteht aus Wasserlinsen und grünen Pflanzenteilen, aus Samen von Wasserpflanzen, aber auch aus Würmern, Egeln, Insekten, Fisch- und Amphibienlaich und -brut. Knäkenten sind Zugvögel, die spätestens Mitte September Mitteleuropa verlassen haben und im Senegal überwintern. In den Brutgebieten treffen unsere Knäkenten meistens Mitte April wieder ein.



Alle gezeigten Texte und Bilder unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Eine Kopie oder Nutzung ausserhalb des Natur-lexikon.com ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Autors / Fotografen gestattet. Eine Einbindung der Bilder in fremde Webseiten ist grundsätzlich nicht gestattet. Mit der Nutzung der Website Natur-Lexikon.com stimmen Sie der Nutzung von Cookies und der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google zu. Weitere Details entnehmen Sie den Informationen zum Datenschutz. Die gezeigten Inhalte dienen der Weiterbildung.

Knäkente

Natur-Lexikon.com