Kolbenente Männchen

Kolbenente (Netta rufina)

Familie: Entenvögel (Anatidae)
Ordnung: Entenvögel (Anseriformes)

Autor: Hans-Wilhelm Grömping
Mail: hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00074

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Männchen der Kolbenente

Die Männchen der Kolbenente sind im Prachtkleid durch ihren dicken, fuchsroten Kopf und durch den karminroten Schnabel sehr auffällig und können nicht mit anderen Entenarten verwechselt werden. Der Nacken, der Hals, die Brust und die Unterseite sind schwarz und setzen sich dadurch deutlich von der hell graubraunen Oberseite ab. Das Weibchen ist wie alle Entenweibchen schwerer zu erkennen. Es ist hell graubraun mit dunkelbraunem Oberkopf und Nacken und hellgrauen Wangen. Dieses unauffällige Tarnkleid schützt das Entenweibchen vor Räubern. Die auffälligen Männchen verlassen ihre Weibchen schon zu Beginn des Brutgeschäftes und tauschen dann ihr Federkleid gegen ein weniger auffälliges ein.

Mit 56 cm Länge sind Kolbenenten recht große Enten. Sie tauchen gern und oft und können in tiefen Gewässern bis zu dreißig Sekunden untergetaucht bleiben. Direkt vom Wasser auffliegen wie die Krick- und Knäkenten können Kolbenenten nicht, sie brauchen einen kurzen Anlauf. Auch an Land halten sich Kolbenenten gern auf und putzen sich dort ausgiebig.

Kolbenentenpaar

Kolbenenten sind längst nicht überall in Europa verbreitet. Sie leben an verschilften Seen mit freier Wasserfläche. Eine reiche Unterwasserflora muss vorhanden sein, denn Kolbenenten fressen überwiegend pflanzliche Nahrung. Diese nehmen sie im Flachwasser gründelnd auf („Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh´“). Im tieferen Wasser erreichen sie die Pflanzen durch Tauchen.

Nicht an allen Gewässern, die ihnen zusagen, gibt es Kolbenenten. Sie brüten nur an einigen wenigen Stellen in Mittel- und in Südeuropa, zum Beispiel am Bodensee und in Holland. In Deutschland gibt es höchstens ein paar hundert Brutpaare, außer am Bodensee vor allem auf der Insel Fehmarn. Allerdings können Kolbenenten recht schnell Gewässer, die ihnen zusagen, besiedeln und sich dann wieder ausbreiten.

Kolbenente

Bevor Kolbenentenerpel mausern, ziehen sie oft sehr weite Strecken, um zu ihren traditionellen Mauserplätzen zu gelangen. Wochenlang sind sie dann flugunfähig. Mehrere hundert oder sogar tausend Kolbenenten können dann auf dem Bodensee, dem Ijsselmeer oder dem Veluwemeer sitzen.



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Kolbenente

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