Alpensalamander

Alpensalamander (Salamandra atra)

Klasse: Lurche (Amphibia)
Ordnung: Schwanzlurche (Caudata)
Familie: Echte Salamander und Molche (Salamandridae)

Autor: Hans-Wilhelm Grömping
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00072

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Alpensalamander sind einfarbig schwarz. Körper und Kopf sind schlanker als beim Feuersalamander. Auf den deutlich quergefurchten Rumpfseiten verläuft je eine Reihe hintereinanderstehender Warzen. Die Ohrdrüsen sind halbmondförmig ausgebildet und treten hervor, sie sind ungefähr doppelt so lang wie breit. Die Gesamtlänge des Alpensalamanders beträgt 14- 16 cm.

Verbreitet sind diese Salamander im Französischen Jura, in den Alpenländern, stellenweise auf der Schwäbischen Alb und im westlichen jugoslawischen Hochland bis Albanien.

Ihr Lebensraum ist das Gebirge von 800 bis 2000 m Höhe.

Alpensalamander frontal

Alpensalamander entdeckt man am ehesten nach ergiebigen Regenfällen, wenn sie ihre Schlupfwinkel gegen Abend verlassen. Bei Sonne und Trockenheit führen die Tiere ein verborgenes Leben unter Steinen und Baumstümpfen. Man findet sie in schattigen, von klaren Bächen durchzogenen Wäldern. In seinen Lebensgewohnheiten ähnelt der Alpensalamander dem Feuersalamander, doch im Unterschied zu diesem setzt er keine mit Kiemen versehene Larven ins Wasser ab, sondern bekommt nach ungefähr einem Jahr Trächtigkeit zwei fertig entwickelte Jungtiere, die sofort auf dem Land leben. Die Trächtigkeit kann je nach Höhenlage aber auch zwei oder drei Jahre betragen. Die frisch geborenen Jungtiere ähneln den Alttieren, sind aber erst 4 cm lang.

Da der Alpensalamander durch seine Drüsensekrete weitgehend gegen Feinde geschützt ist und die meisten Amphibienfresser ihm auch nicht in so große Höhen folgen, reicht diese geringe Vermehrungsrate zum Fortbestand der Art. Die Tiere sind zudem recht langlebig, vermutlich können sie wie Feuersalamander 30 Jahre alt werden.

Alpensalamander ernähren sich von Käfern, Nacktschnecken, Würmern und anderem Kleingetier. Wegen ihrer niedrigen Körpertemperatur ist ihr Stoffwechsel gering und die können lange ohne Nahrung auskommen.

Vom Alpensalamander gibt es keine Unterarten. Es ist sehr schwer, die Tiere in Gefangenschaft zu halten, da ihnen die zum Leben notwendigen Bedingungen, wie sie in ihrer heimatlichen Bergwelt herrschen, nicht geboten werden können. Es macht also keinen Sinn, die Tiere zu sammeln; abgesehen davon steht der Alpensalamander natürlich auch unter Naturschutz und der Fang wäre illegal.



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