Blauer Pfau

Blauer Pfau (Pavo cristatus)

Familie: Hühner (Phasianidae)
Ordnung:
Hühnervögel (Galliformes)
Klasse: Vögel (Aves)

Autor:Hans-Wilhelm Grömping
Mail:hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00069

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Zu den größten Hühnervögeln gehören die Pfauen. Die Männchen haben außerordentlich verlängerte, prächtig gefärbte Oberschwanzdecken, die weit über den Schwanz hinausragen und eine mit Augenzeichnungen versehene Schleppe bilden. Diese Schleppe können die Pfauenhähne bei der Balz wie ein Rad ausbreiten und aufrichten. Wegen dieser prächtigen Schleppe wird der Pfau bei uns gern als Parkvogel gehalten und ist für Kinder eine besondere Attraktion.

Pfau

Als Wildvögel sind Pfauen in Indien beheimatet; dort bevorzugen sie dichten Dschungel auf hügeligem Gelände. Gern haben sie in der Nachbarschaft auch Wasser. Pfauen leben in Familienverbänden und kommen frühmorgens und abends aus dem Dschungel heraus, um auf den Feldern nach Nahrung zu suchen. Dort, wo die Pfauen nicht verfolgt werden, werden sie sehr zutraulich und halten sie sich auch tagsüber auf den Feldern auf und schlafen nachts in Bäumen, die mitten in den Siedlungen der Menschen liegen.

Pfau Henne
Pfauenhenne

Pfauen sind in Indien sehr beliebt, weil sie die giftigen jungen Kobras fressen und dafür sorgen, dass diese Giftschlangen aus ihren Revieren verschwinden. Sie warnen zudem mit ihren lauten durchdringenden Rufen vor Tigern und Leoparden und machen sich auch dadurch nützlich; Pfauen müssen allerdings auch sehr wachsam und auf der Hut sein, denn sie gehören zur häufigsten Tigerbeute.

pfau auf Pfahl

In Indien balzt der Pfau seine Henne vor allem während der Regenzeiten an; meistens versammelt der Pfauenhahn zwei bis fünf Hennen um sich. Nach einiger Zeit legt sich die Henne vor den Hahn, während er noch sein prächtiges Rad schlägt. Dann faltet er sein Rad zusammen und tritt die Henne nach Hühnerart. Die Pfauhenne versteckt ihr Nest geschickt in dichtem Buschwerk. Sie legt drei bis fünf Eier und bebrütet sie achtundzwanzig Tage lang.

Die Pfauenküken wachsen langsam, die Federkrönchen beginnen nach einem Monat zu erscheinen. Selbst Pfauenküken üben sich schon im Radschlagen, zittern dabei mit ihren Flügelchen und stülpen ihre kleinen Schwanzfederchen hoch, als ob sie darüber ein Rad entfaltet hätten. Den lauten Ruf lassen die Pfauen besonders gern vor Gewittern vernehmen. Sowohl der Hahn als auch die Henne „miauen“, allerdings Hähne öfter als Hennen.

Pfau schlägt Rad

Schon vor viertausend Jahren kamen die ersten Pfauen von Indien aus ans Mittelmeer und somit ist der Pfau der älteste bekannte Ziervogel. Wegen seiner Schönheit und seiner Verträglichkeit mit anderen Vögeln, aber auch weil er sehr leicht zu züchten ist und am einmal gewählten Ort bleibt, ist er ein idealer Ziervogel für Parkanlagen.



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Pfau

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