Hausesel säugt

Hausesel (Equus asinus asinus)

Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Ordnung: Unpaarhufer (Perisssodactyla)
Familie: Pferde (Equidae)

Autor:Hans-Wilhelm Grömping
Mail:hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00066

► mehr Säugetiere


Der Esel ist schon lange vor dem Pferd ein Haustier geworden. Esel sind kleiner als Pferde, haben längere Ohren und einen nur an der Spitze behaarten Schwanz. In Südeuropa und in Asien wird der Esel als Trag- und Reittier verwendet. Durch Kreuzung von einem männlichen Esel und einem weiblichen Pferd entseht ein Maultier, auch Muli genannt. Die Nachkommen des männlichen Pferdes mit einem weiblichen Esel nennt man Maulesel. Doch Maulesel und Maultier können keine Junge bekommen.

Hausesel Jungtier

Unser Esel stammt vom Nubischen und vom Nordafrikanischen Wildesel ab. Diese Stammformen des Esels sind mittlerweile in freier Wildbahn wohl ausgestorben. Der Nubische Wildesel war gelblichbraun gefärbt und hatte einen dunklen Aalstrich über dem Rücken und in der Schultergegend einen Querstrich. Früher war der Nubische Wildesel von Ägypten bis zum Sudan verbreitet.

Heute leben nur noch einzelne Nubische Wildesel in Zoos; sie haben sich aber mit anderen Eseln vermischt. Der Nordafrikanische Wildesel war etwas größer als der Nubische Wildesel und wurde ausgerottet. Verwilderte Hausesel in der Sahara haben aber vielleicht noch Erbmerkmale vom Nordafrikanischen Wildesel.

Über die Lebensweise der Wildesel in freier Natur ist wegen ihrer Ausrottung kaum etwas bekannt. Wildesel lebten in Herden von zumeist etwa zehn Tieren, die von einer alten, erfahrenen Stute angeführt wurden. Eselstuten bringen ihre Fohlen nach einer Tragzeit von etwa zwölf Monaten zur Welt. Schon nach einer Stunde können die jungen Esel ihrer Mutter folgen. Esel wachsen schneller als Pferde und sind bereits im zweiten Lebensjahr erwachsen.

Hausesel Gegenlicht

Als Wüstentier ist der Esel genügsam und kann sehr lange dursten. Bis zu einem Viertel ihres Körpergewichtes können Esel durch Dursten verlieren; sie müssen aber spätestens am fünften Tag etwas trinken, während Kamele bis zu 17 Tagen dursten können. Ein Esel schafft es, in zwei Minuten so viel zu trinken, dass er ein Viertel seines Körpergewichtes wieder hereinbekommt. Das beste Futter für einen Esel ist frisches Gras, er frisst aber auch Unkräuter und dorniges Gestrüpp und ist auch in seiner Nahrung sehr genügsam.



Alle gezeigten Texte und Bilder unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Eine Kopie oder Nutzung ausserhalb des Natur-lexikon.com ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Autors / Fotografen gestattet. Eine Einbindung der Bilder in fremde Webseiten ist grundsätzlich nicht gestattet. Mit der Nutzung der Website Natur-Lexikon.com stimmen Sie der Nutzung von Cookies und der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google zu. Weitere Details entnehmen Sie den Informationen zum Datenschutz. Die gezeigten Inhalte dienen der Weiterbildung.

Hausesel

Natur-Lexikon.com