Weißwangengans

Weißwangengans (Branta leucopsis)
syn. Nonnengans

Gattung: Meergänse (Branta)
Familie: Enten (Anatidae)
Ordnung: Entenvögel (Anseriformes)

Autor: Hans-Wilhelm Grömping
Mail: hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00057

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Weißwangengänse oder Nonnengänse sind mittelgroße Gänse mit auffällig kurzem Schnabel. Das schwarz-weiße Gefieder ist kontrastreich. Von Weitem wirken das Gesicht und die Stirn reinweiß, von Nahem betrachtet sind Gesicht und Stirn aber rahmweiß. Der Scheitel, der Nacken, der Hals und die Vorderbrust sind glänzend schwarz gefärbt. Die Unterseite ist hellgrau.

Weißwangengans Flugbild

Im Flug sind Weißwangengänse auffallend spitzflügelig. Nonnengänse brüten in Grönland und Spitzbergen und sind immer dort zu finden, wo sie von Füchsen nicht gefährdet werden können. Solche sicheren Orte befinden sich auf Klippen und kleinen Inseln. Außerhalb der Brutzeit halten sich Nonnengänse nur an den Küsten und in küstennahen Bereichen auf. So überwintern sie vor allem in den Meeresbuchten von Schottland und Irland, daneben aber auch an der Nordseeküste von Dänemark bis in die Niederlande.

Früher überwinterten nur wenige Weißwangengänse in den Niederlanden, doch die Zahl der Überwinterer nahm in den letzten Jahrzehnten ständig zu. Grund dafür ist die Gewinnung neuen Landes an der Nordsee, das für Weißwangengänse sehr geeignet ist.

Außerdem sind diese Gänse heute in den Niederlanden völlig geschützt und dürfen nicht mehr geschossen werden. Bis zu 30.000 Überwinterer sind in den letzten Jahren in den Niederlanden gezählt worden.

Weisswangengans nah

Die ersten Wintergäste erscheinen dort etwa Mitte Oktober, die meisten Weißwangengänse treffen aber erst später ein. Schon Ende Februar zieht ein Grossteil der Vögel wieder fort, die letzten folgen dann Anfang April. Am Brutplatz treffen die Gänse zwischen dem 15. Mai und dem 25. Mai ein. Bei der Ankunft sind sie bereits verpaart und suchen sofort ihre Brutplätze auf. Weißwangengänse sind monogam und brüten gewöhnlich in Kolonien von wenigen bis zu 50 Paaren.

Die Brutplätze der Nonnengänse kann man schon von Weitem erkennen und leicht von den Nestern anderer Gänse unterscheiden. Um das Nest herum findet sich immer ein Wall aus Kot. Im nächsten Jahr, wenn der Brutplatz erneut genutzt wird, verrät ihn ein grüner Ring aus Pflanzen, denn durch die Düngung mit Gänsekot sind die Pflanzen besonders gut gewachsen. Wenn die jungen Weißwangengänse aus den Eischalen schlüpfen, springen sie oft vom Fels herunter in die Tiefe, ohne dass ihnen dabei was passiert.



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