Wildschwein

Wildschwein (Sus scrofa)

Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Ordnung: Paarhufer (
Artiodactyla)
Familie:
Echte Schweine (Suidae)

Autor:Hans-Wilhelm Grömping
Mail:
hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00054

► mehr Säugetiere


Zusammen mit dem Rothirsch gehört das Wildschwein zu den größten Tieren, die in Mitteleuropa noch wild vorkommen. Natürliche Feinde haben Wildschweine hier kaum noch zu fürchten, denn Bären, Wölfe oder Luchse sind ausgerottet oder sehr selten. So muss das Wildschwein sich nur noch vor dem Menschen in Acht nehmen und verschwindet auch schnell in der Deckung, wenn es die Witterung eines Menschen aufnimmt. Aus diesem Grund wird man einem Wildschwein in freier Natur nicht so schnell begegnen, obwohl Wildschweine in den letzten Jahren in Deutschland an Zahl stark zugenommen haben.

Wildschweine

Das Hauptvorkommen des Schwarzwildes, wie das Wildschwein vom Jäger genannt wird, liegt in größeren Wäldern. Die besten Schwarzwildgebiete sind gelegentlich überschwemmte Erlenwälder und Auwälder, außerdem Eichen- und Buchenwälder mit reichlich Samen. Als Allesfresser ist das Schwarzwild neben Eicheln und Bucheckern insbesondere auf unterirdische Nahrung spezialisiert. Mit seinem kräftigen Rüssel gräbt das Wildschwein Knollen, Wurzeln und auch Bodentiere wie Engerlinge, Larven von Schadinsekten und Mäuse aus dem Boden aus. Tagsüber bleiben die Wildschweine im Wald. Die Rotten, so werden die Familienverbände der Wildschweine genannt, nehmen am liebsten an sumpfigen Stellen ein Schlammbad. Nachts ziehen sie dann auf die Äcker und können hier großen Schaden verursachen, wenn sie über die Rüben und Kartoffeln herfallen.

Wildschwein

Neuerdings halten sich Wildschweine auch immer häufiger vom Sommer bis in den Herbst hinein im Mais auf und kehren erst nach der Ernte in den Wald zurück. Die Bauern klagen deshalb häufig über große Verluste; im Wald dagegen richten Wildschweine keinen Schaden an.

Durch ihr Graben und Wühlen fördern sie sogar das Aufkommen von jungen Bäumen, denn hier geht der Samen besonders gut auf. Zudem vertilgen die Schweine eine Menge von Schadinsekten für den Forst.

Schweine

Schwarzwild ist sehr vermehrungsfreudig. Die weiblichen Tiere, die Bachen, bringen durchschnittlich vier oder fünf Frischlinge zur Welt. In den Jahren, in denen viele Bucheckern und Eicheln vorhanden sind, vom Forstmann Mastjahre genannt, bringen die Bachen oft doppelt so viele Junge zur Welt. Manchmal bekommen sie dann auch im Herbst noch einmal Frischlinge. So können sich die Wildschweine rasch ausbreiten und Gebiete besiedeln, in denen sie vorher nicht gelebt haben, wenn sie nicht entsprechend bejagt werden. Gewöhnlich werden die Frischlinge im März geboren.

Wildschwein

Das Europäische Wildschwein, Sus scrofa, hat ein sehr ausgedehntes Verbreitungsgebiet. In einer Vielzahl von Unterarten bewohnt es Europa, Nordafrika und die gemäßigten und tropischen Gebiete Asiens bis zum Malaiischen Archipel.



Alle gezeigten Texte und Bilder unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Eine Kopie oder Nutzung ausserhalb des Natur-lexikon.com ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Autors / Fotografen gestattet. Eine Einbindung der Bilder in fremde Webseiten ist grundsätzlich nicht gestattet. Mit der Nutzung der Website Natur-Lexikon.com stimmen Sie der Nutzung von Cookies und der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google zu. Weitere Details entnehmen Sie den Informationen zum Datenschutz. Die gezeigten Inhalte dienen der Weiterbildung.

Wildschwein

Natur-Lexikon.com