Trauerschwan

Trauerschwan (Cygnus atratus)

Gattung: Schwäne (Cygnus)
Familie: Enten (Anatidae)
Ordnung: Entenvögel (Anseriformes)

Autor: Hans-Wilhelm Grömping
Mail: hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00051

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Die größten und stattlichsten Entenvögel sind die Schwäne, die zoologisch gesehen nichts anderes als Gänse mit einem auffallend verlängerten Hals sind. Der lange Hals ermöglicht den Schwänen das Gründeln in tieferen Gewässern. Insgesamt gibt es je nach Autor 5-8 verschiedene Arten von Schwänen, von denen der Höckerschwan die bekannteste Art ist. Der Trauerschwan ist in Australien zu Hause und auch in Neuseeland verbreitet, wo er vor gut hundert Jahren eingebürgert wurde.

Trauerschwan am Ufer

Trauerschwäne kommen im südwestlichen und südöstlichen Teil Australiens mancherorts in großer Häufigkeit vor. Bis zu 50.000 Trauerschwäne werden zeitweilig am Albertsee beobachtet. Mehr als 100.000 Schwarze Schwäne, wie der Trauerschwan auch genannt wird, bilden den Bestand Australiens.

Die Vögel brüten an Gewässern verschiedenster Art. In Neuseeland haben sich die Vögel nach der Einbürgerung sehr rasch ausgebreitet und heute schätzt man den Bestand auf 200.000 Schwäne.

In Europa werden Schwarze Schwäne häufig in Parkanlagen gehalten. Die ersten Trauerschwäne kamen gegen Ende des 18. Jahrhunderts nach England. Immer mehr Trauerschwäne gelangen in letzter Zeit in die freie Wildbahn und ziehen erfolgreich Junge auf. Bisher ist es noch nirgends zu einer nennenswerten bleibenden Wildpopulation gekommen, obwohl die Schwäne auch in Freiheit lange überleben können und besonders an der niederländischen Küste und den niederländischen Binnenmeeren stets häufiger auftreten.

Wie der Höckerschwan trägt auch der Trauerschwan den Hals oft S-förmig gebogen und wölbt die Flügel. Dadurch unterscheiden sich Höcker- und Trauerschwan von den Zwergschwänen. Von dem gewohnten Bild der schneeweißen Schwäne weicht der Trauerschwan mit seinem tiefdunklen Gefieder ab. Aber auch der Trauerschwan beeindruckt mit seinem leuchtendroten Schnabel mit der weißen Querbinde an der Spitze, den leuchtendweißen Schwingen und seinem tiefschwarzen Gefieder. Mitunter brüten Trauerschwäne bei uns mitten im Winter oder im späten Herbst. Sie scheinen noch an ihrem Brutrhythmus in der Heimat Australien festzuhalten.



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