Fischotter

Fischotter (Lutra lutra)

Klasse Säugetiere (Mammalia)
Ordnung Raubtiere (Carnivora)
Familie Marder (Mustelidae)

Autor:Hans-Wilhelm Grömping
Mail:hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00049

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Fischotter gehören zur Familie der Marder. Sie können bis zu 120 cm lang werden, davon entfallen 30-40 cm auf den kräftigen und völlig behaarten Schwanz. Durch kurze Beine und langen, starken, spitz zulaufenden Schwanz wirken die Tiere gedrungen und schlank. Weibchen werden etwa 7 kg schwer, Männchen sind mit 9-11 kg deutlich schwerer. Das Fell des Fischotters ist einheitlich braun, Brust- und Kehlbereich sind wie die Wangen heller gefärbt.

Wie alle Marder ernähren sich auch Fischotter recht vielseitig. Neben Fischen und Fröschen erbeuten sie auch Krebse, Insekten, Schermäuse und Wasservögel. Immer frisst der Otter das, was er am leichtesten erbeuten kann. Etwa 500-1000 Gramm Nahrung braucht ein Fischotter täglich. Nur bei großem Hunger frisst der Otter seine Beute direkt im Wasser, normalerweise nimmt er sein Mahl am Ufer ein. Fischotter haben ein riesiges Jagdgebiet. Das Revier eines Männchens umfasst etwa 30-40 Kilometer Gewässerläufe und in einer Nacht legen die Männchen bis zu 15 km zurück. Etwa alle 1000 Meter braucht der Fischotter einen Unterschlupf, zum Beispiel unter den Wurzeln alter Bäume oder in dichten Weiden- und Erlenbüschen direkt am Ufer. In diesen Verstecken verschläft er den Tag, denn in weiten Teilen Mitteleuropas wurde er durch jahrhundertlange Verfolgung zum Nachttier.

Wie alle Marder ernähren sich auch Fischotter recht vielseitig. Neben Fischen und Fröschen erbeuten sie auch Krebse, Insekten, Schermäuse und Wasservögel. Immer frisst der Otter das, was er am leichtesten erbeuten kann. Etwa 500-1000 Gramm Nahrung braucht ein Fischotter täglich. Nur bei großem Hunger frisst der Otter seine Beute direkt im Wasser, normalerweise nimmt er sein Mahl am Ufer ein. Fischotter haben ein riesiges Jagdgebiet. Das Revier eines Männchens umfasst etwa 30-40 Kilometer Gewässerläufe und in einer Nacht legen die Männchen bis zu 15 km zurück. Etwa alle 1000 Meter braucht der Fischotter einen Unterschlupf, zum Beispiel unter den Wurzeln alter Bäume oder in dichten Weiden- und Erlenbüschen direkt am Ufer. In diesen Verstecken verschläft er den Tag, denn in weiten Teilen Mitteleuropas wurde er durch jahrhundertlange Verfolgung zum Nachttier.

Ihre ein bis drei Jungen bringen die Weibchen an Plätzen zur Welt, die sicher vor Hochwasser und vor Menschen sind. Heute werden Fischotter in Deutschland nicht mehr verfolgt. Es haben aber nur wenige hundert Fischotter überlebt und diese finden kaum noch geeignete Lebensräume vor, weil die Flüsse begradigt und gezähmt wurden. Vitale Fischotterpopulationen gibt es in Deutschland nur noch östlich der Elbe im Lausitzer Teichgebiet, im südlichen Teil des Bezirks Frankfurt/Oder sowie in der Mecklenburger/Brandenburger Seenplatte. Weitere Vorkommen in Deutschland sind isolierte Kleinstvorkommen, z.B. in Schleswig-Holstein und Niedersachsen. In Irland dagegen ist der Fischotter noch im ganzen Land zu finden, in Schottland, Norwegen und Finnland ist er noch recht verbreitet und auch im westlichen Frankreich und Spanien ist die Art noch unbedroht.

Man verfolgte den Fischotter früher aufgrund seines wertvollen Felles, aber auch weil er als Fischjäger zum Nahrungskonkurrenten des Menschen wurde. In früheren Jahrhunderten waren die Menschen meistens arm und der Schaden, den Fischotter zum Beispiel in Stadtgräben anrichteten, tat ihnen weh. Wie der Biber galt der Fischotter früher zudem als „Fisch“. Somit durfte sein Fleisch selbst während der Fastenzeit gegessen werden. Wie häufig Fischotter früher waren, belegen Zahlen aus Westfalen. Dort gab es noch vor hundert Jahren eigens angestellte Otterjäger, die mit ihren Otterhunden umherzogen und für jedes erlegte Tier zwischen 3 und 10 Mark erhielten. Mehr als 10.000 Otterfelle wurden vor dem 1. Weltkrieg jährlich zu Pelzen verarbeitet. Das dichte Fell des Fischotters war ausgesprochen wertvoll, weil es hervorragend gegen Kälte schützte. 50.000 Haare wachsen einem Otter je Quadratzentimeter Haut, ein Mensch hat dagegen höchstens 120 Haare auf der gleichen Fläche.



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