Trauerschnäpper

Trauerschnäpper (Ficedula hypoleuca)

Familie: Fliegenschnäpper (Muscicapidae)
Unterordnung: Singvögel (Passeres)
Ordnung: Sperlingsvoegel (Passeriformes)

Autor: Hans-Wilhelm Grömping
Mail: hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00041

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Trauerschnäpper gehören zur Familie der Fliegenschnäpper (Muscicapidae). Fliegenschnäpper fangen von einer Sitzwarte aus Insekten im Flug. Dafür benötigen sie einen recht breiten Schnabel als geeignetes Werkzeug.

Das Männchen des Trauerschnäppers ist in manchen Teilen seines Verbreitungsgebietes schwarzweiß gefärbt. Der Rücken ist tiefschwarz. In anderen Teilen seines Verbreitungsgebietes ist das Männchen nicht tiefschwarz, sondern braun gefärbt. Auch die braun gefärbten Trauerschnäpper haben ein weißes Flügelschild. Das Männchen ist stets an seinem weißen Stirnfleck zu erkennen, der dem unscheinbaren Weibchen fehlt.

Trauerschnäpper Männchen
Trauerschnäpper Männchen

Wie kaum einem anderen Vogel nützt es dem etwa 13 cm kleinen Trauerschnäpper, wenn man in Wäldern, Parks und größeren Gärten Nistkästen aufhängt, denn diese bezieht er ausgesprochen gern. Als Höhlenbrüter findet er sonst nämlich nicht immer genügend geeignete Nistmöglichkeiten vor.

Auf seiner Sitzwarte zuckt der Trauerschnäpper mit den Flügeln und stelzt den Schwanz. Vorbeifliegende Insekten werden in artistischem Flug gefangen, wobei man das Schnabelklappern hören kann. Selbst Tagfalter fängt der Trauerschnäpper trotz ihres Zickzackfluges. Auch im Rüttelflug lesen Trauerschnäpper schwebend Insekten von Rinden und Wänden ab. Ihre Beute schlagen die Vögel gegen eine Unterlage, bis die Flügel abbrechen. Dann wird sie ganz verschlungen.

Trauerschnäpper Weibchen
Trauerschnäpper Weibchen

Im Mai und im Juni brütet der Trauerschnäpper seine meist 6 oder 7 Eier aus. Nach 12- 13 Tagen schlüpfen die Jungen, die etwa zwei Wochen benötigen, bis sie voll flugfähig sind. Meistens brüten Trauerschnäpper nur einmal; bei Zerstörung des Geleges oder Verlust der Jungen kommt es aber häufig zu einer weiteren Brut.


Trauerschnäpper Weibchen

Am ehesten wird man den Trauerschnäpper in lichten Mischwäldern hören und beobachten können. Seinen lauten typischen Gesang wiederholt er bis zu 7000 mal am Tag. Sein Lied hört sich an wie „Tüische tüische wibke wibke“. Während seines Gesanges lässt der Trauerschnäpper sich aus kurzer Entfernung beobachten. Bei Brutbeginn verstummt er.



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