Brautente

Brautente (Aix sponsa)

Familie: Enten (Anatidae)
Ordnung: Entenvögel (Anseriformes)

Autor: Hans-Wilhelm Grömping
Mail: hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00038

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Brautenten sind in den USA und in Nordkanada heimisch. Südwärts siedeln sie bis zum Golf von Mexiko.

In Europa ist die Brautente mindestens seit dem 17. Jahrhundert als Zier- und Parkvogel bekannt. Da sie sehr ortstreu ist und zudem noch völlig winterhart, wird sie nicht selten freifliegend gehalten. Deshalb sind entflogene Brautenten keine Seltenheit. Einzelne Paare brüten auch immer wieder in freier Wildbahn und nisten als Höhlenbrüter wie die Mandarin- oder die Schellenten am liebsten in hohlen Weiden oder auch in Gebäuden. Doch nirgendwo haben sich bei uns bisher größere freilebende Bestände entwickelt.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts versuchte Heinroth im Tiergarten von Berlin Brautenten einzubürgern. Im Jahre 1909 wurden dort schon 120 freifliegende Exemplare gezählt. Doch auch dieser Bestand war 1930 wieder restlos verschwunden.

Brautentenerpel sind prächtig gefärbt und darüber hinaus sind bei ihnen die Federpartien am Nacken zu Schöpfen geformt. Sie gehören zur Familie der Glanzenten, von denen es ursprünglich keine Vertreter in Europa gab. Neben der Brautente zählen auch die Mandarinente aus Ostasien und die Mähnengans aus Tasmanien und Australien zu den Glanzenten. Brautenten werden etwa 48 cm lang und sind somit deutlich kleiner als Stockenten. Während man die Männchen mit keiner anderen Art verwechseln kann, sehen die Weibchen Mandarinenten-Weibchen sehr ähnlich. Sie sind aber dunkler und haben eine gerundete Schnabelbasis; der Schnabelgrund ist breit weiß befiedert. Wie das Mandarin-Weibchen hat auch das Brautenten-Weibchen einen breiten weißen Augenfleck.



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