Girlitz

Girlitz (Serinus serinus)

Familie: Finken (Fringillidae)
Unterordnung: Singvögel (Passeres)
Ordnung: Sperlingsvoegel (Passeriformes)

Autor: Hans-Wilhelm Grömping
Mail: hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00036

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Der Girlitz ist unser kleinster Finkenvogel. Mit etwa 11,5 cm Länge ist er deutlich kleiner als ein Spatz, singt aber sehr laut.

Meistens sitzt er in unseren Dörfern und Städten auf Antennen und Dächern. Sein Gesang ist nicht besonders wohltönend, er ist mehr ein hohes, klirrendes Zwitschern und erinnert an das Knirschen von Glassplittern oder an das Quietschen eines ungeölten Kinderwagens. Nicht nur im Sitzen singt der Girlitz, manchmal steigt er auch von seiner Antenne oder seiner Baumspitze auf und singt im Flug.

Von anderen Vögeln, die auch auf Antennen sitzen, unterscheidet sich das Girlitzmännchen vor allem durch seine knallgelbe Brust und seinen knallgelben Kopf. Girlitzweibchen sind grünbraun gefärbt und nicht so auffällig.

Girlitz im Baum

Girlitze sind mit den Kanarienvögeln nahe verwandt und erinnern auch an sie. Vor hundert Jahren wanderte diese Vogelart erst in unsere Gegend ein. Vorher gab es Girlitze nur in Südeuropa. Während Girlitze in Südeuropa Standvögel sind, wurden sie bei uns zu Zugvögeln, die etwa Anfang April wieder bei uns eintreffen.

Sie ernähren sich von Samen, außerdem von Blattspitzen und Knospen. Der kurze, dicke Schnabel des Vogels eignet sich gut zum Zermahlen der Samenkörner. Besonders während der Jungenaufzucht fressen Girlitze auch Insekten. Girlitze bauen ihr Nest in einen dichten Busch oder Baum, oft in Nadelbäume außen an einen Ast.

Das Nest ist ein fester Napf aus Gras, Halmen, Wurzeln und Moos und wird von innen weich mit Federn und Haaren ausgelegt. Das Weibchen brütet die 3-5 Eier in meistens 13 Tagen aus. Die jungen Girlitze bleiben etwa 13-17 Tage im Nest. Es finden eine oder zwei Bruten im Jahr statt.



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