Blaumeise

Blaumeise (Parus caeruleus)

Familie: Meisen (Paridae)
Unterordnung: Singvögel (Passeres)
Ordnung: Sperlingsvoegel (Passeriformes)

Autor:Hans-Wilhelm Grömping
Mail:hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00031

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Blaumeisen gehören bei uns zu den häufigsten und bekanntesten Vogelarten und es erübrigt sich fast, sie zu beschreiben. Mit knapp 12 cm Länge sind sie kleiner als Spatzen und sie wiegen mit 9-12 Gramm auch nur etwa die Hälfte wie diese.

Blaumeise

Als typischer Garten- und Parkvogel hat sich die Blaumeise dem Menschen eng angeschlossen. Im Frühjahr brüten Blaumeisen bereitwillig in den aufgehängten Nistkästen, im Winter sind sie ständiger Gast an Futterbrettern und Futterhäuschen. An den Futterstellen treten Blaumeise recht selbstbewusst und aggressiv auf und vertreiben sogar größere Vögel.

Aber auch in offenen Wäldern findet man Blaumeisen häufig, besonders Buchen und Eichen lieben sie.

Als Höhlenbrüter benötigen Blaumeisen genügend Nistkästen, denn natürliche Nisthöhlen, die von Spechten gezimmert wurden oder beispielsweise durch Blitzeinschlag entstanden sind, haben viele Interessenten. Oft haben kleine Vogelarten wie die Blaumeise das Nachsehen, weil sie gegen stärkere Konkurrenten keine Chance haben.

Meistens brüten Blaumeisen nur einmal im Jahr. Da sie aber 8 bis 13 Eier legen, haben sie dennoch genügend Nachkommen. Die Männchen beginnen schon im Vorfrühling zu singen. Das Weibchen räumt altes Nistmaterial aus der Höhle und baut ein neues, weiches Nest aus Moos und Tierhaaren. Es brütet ab Ende April bis Juni. Die Eier werden in 13 bis 14 Tagen ausgebrütet; die Jungen bleiben etwa weitere 18 Tage im Nest.

Blaumeisen leben von kleinen Insekten, die sie von Blättern und Zweigen sammeln und von Spinnen. Im Herbst und Winter stellen sie ihre Ernährung um und essen Samen, Nüsse und Beeren. Deshalb sind sie auch Standvögel und müssen nicht in den Süden fliegen.



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