Teichmolch

Teichmolch (Triturus vulgaris)

Klasse Lurche (Amphibia)
Ordnung Schwanzlurche (Caudata)
Familie: Echte Salamander und Molche (Salamandridae)

Autor: Hans-Wilhelm Grömping
Mail: hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00028

Tier des Monats Mai 2005 in der Naturschule

► mehr Lurche


Von den vier heimischen Molcharten hat der Teichmolch die weiteste Verbreitung. Außer in Spanien und Portugal, im Süden Italiens und im Norden Skandinaviens ist er in ganz Europa anzutreffen. Im Osten dringt der Teichmolch weit nach Asien ein.

Teichmolche werden etwa 11 cm lang, wobei die Männchen die Weibchen um 1,5 cm an Länge übertreffen. Die Männchen sind in der Regel hell- und mittelbraun gefärbt und haben relativ große dunkle Flecken. Im Stadium ihres Wasserlebens besitzen die Männchen einen vom Kopf bis zur Schwanzspitze durchgehenden Rückenkamm. Der Hautsaum auf der Schwanzunterseite ist zu dieser Zeit leuchtend gefärbt und die Bauchseite ist orangefarben. Weibchen sind schlichter gefärbt, die Bauchseite ist heller, aber ebenfalls orangefarben oder rot.

Teichmolche sind in der Wahl ihrer Gewässer nicht sehr anspruchsvoll und kommen häufig mit dem Bergmolch zusammen in einem Gewässer vor. Kühle und stark beschattete Tümpel meidet der Teichmolch, während er sonnige, warme Tümpel mit Pflanzenbewuchs gern besiedelt. Auch Gartenteiche nimmt er bereitwillig an. Bis in Höhenlagen von 1000 Metern ist der Teichmolch anzutreffen. Selbst große Pfützen besiedelt er, die in Trockenperioden austrocknen können. Der Rückenkamm ist in sehr flachen Gewässern nicht optimal ausgebildet.

Teichmolch Bauchseite Teichmolch Rücken

Die Männchen verlassen etwa Mitte Juni die Gewässer. Beim Verlassen des Gewässers hat sich der Rückenkamm zurückgebildet und auch die Farben verblassen. Die orangefarbene Zeichnung der Bauchmitte bleibt aber erhalten.

Teichmolch Männchen
Teichmolchmännchen

Die Weibchen bleiben noch länger in den Gewässern und legen ihre 100-200 Eier weiter im Pflanzengewirr ab. Bis August/September entwickeln sich daraus die Jungmolche. Bis Anfang November halten sich die Jungmolche in den Tümpeln auf oder überwintern sogar darin und schließen erst im Frühjahr ihre Verwandlung ab. Manchmal findet man sogar erwachsene Tiere, die im Wasser überwintern, nach Untersuchungen sollen es etwa 10 % des Gesamtbestandes sein.

Teichmolche können recht alt werden. In Gefangenschaft sind mehr als 10 Jahre verbucht; allerdings haben sie sehr viele natürliche Feinde wie Gelbrandkäfer oder Ringelnattern und werden in Freiheit wohl nur selten so alt.



Alle gezeigten Texte und Bilder unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Eine Kopie oder Nutzung ausserhalb des Natur-lexikon.com ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Autors / Fotografen gestattet. Eine Einbindung der Bilder in fremde Webseiten ist grundsätzlich nicht gestattet. Mit der Nutzung der Website Natur-Lexikon.com stimmen Sie der Nutzung von Cookies und der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google zu. Weitere Details entnehmen Sie den Informationen zum Datenschutz. Die gezeigten Inhalte dienen der Weiterbildung.

Teichmolch

Natur-Lexikon.com