Grauschnäpper

Grauschnäpper (Muscicapa striata)

Familie: Fliegenschnäpper (Muscicapidae)
Unterordnung: Singvögel (Passeres)
Ordnung: Sperlingsvoegel (Passeriformes)

Autor: Hans-Wilhelm Grömping
Mail: hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00027

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Erst recht spät trifft der Grauschnäpper bei uns wieder ein. Der sperlingsgroße, schlanke Vogel hat dann einen sehr weiten Reiseweg hinter sich, denn Grauschnäpper überwintern im südlichen Drittel Afrikas. Grauschnäpper kommen in lichten Laubwäldern, am Waldrand, in Parks, auf Friedhöfen und in Gärten vor. Sie sind überhaupt nicht scheu, sondern brüten sogar gern in unmittelbarer Nähe des Menschen, wo sie ihr Nest in Astgabeln, im Efeu, an Häusern und selbst in Blumentöpfen und Lampen bauen.

Grauschnäpper am Dach

Als Halbhöhlenbrüter ist der Grauschnäpper bei seiner Nistplatzwahl recht wahllos und legt seine Eier auch unter loser Borke, in Spechthöhlen, hinter Fensterläden und in Holzstapeln ab. Meistens nistet der Grauschnäpper in einer Höhe von 1- 4 Metern. Das recht große Nest liegt oft ziemlich offen und besteht aus Halmen, Rindenstückchen und aus Abfallstoffen. Innen ist es warm mit Federn ausgelegt.

Das Gelege besteht aus drei bis fünf Eiern. Nur das Weibchen, das sich vom Männchen optisch nicht unterscheidet, brütet. Das Männchen füttert das auf den Eiern sitzende Weibchen. Nach einer Brutdauer von 12-15 Tagen schlüpfen die Jungen, die dann noch einmal genau so lange im Nest bleiben. Die Nestlingszeit kann sich bei nassem Wetter verzögern, wenn keine Insekten fliegen.

Grauschnäpper brüten im Mai und Juni meistens zweimal hintereinander. Bis zu 500 Anflüge am Nest hat man bei warmen Wetter an einem Tag gezählt. Grauschnäpper sind Ansitzjäger. Das heißt, sie sitzen auf einem Zaunpfahl oder einem Ast, von dem aus sie plötzlich hinter Insekten herfliegen. Diese packen sie mit ihrem spitzen Schnabel in der Luft. Der Grauschnäpper sitzt immer sehr aufrecht und zuckt dabei mit dem Schwanz und den Flügeln.



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