Karpfen

Karpfen (Cyprinus carpio)

Unterfamilie: Karpfenähnliche (Cyprinoidei)
Familie: Karpfen (Cyprinidae)
Ordnung:
Karpfenfische (Cypriniformes)
Klasse: Fische (Pisces)

Autor: Hans-Wilhelm Grömping
Mail: hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00025

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Karpfen sind durch zwei Bartfäden am Maul gekennzeichnet. Im Schlund haben sie dreireihige Zähne mit stark ausgeprägten Kauflächen.

Karpfen haben einen verhältnismäßig hohen Körper und einen bräunlichen oder grau schwarzen Rücken. Ihre Körperseiten sind golden bis rostfarbig. Die Färbung des Karpfen ist sehr veränderlich. Karpfen aus Flüssen sind heller, Karpfen aus verschlammten Teichen sind dunkler.

Heute kommt der Karpfen in weiten Teilen Europas und Asiens vor. Wo er von Natur aus heimisch ist, lässt sich aber kaum noch sagen. Schon die Römer schätzten den Karpfen als Speisefisch und führten ihn deshalb in den von ihnen besetzten Gebieten ein.

Karpfen mit Ente

Im Mittelalter wurde der Fisch durch Mönche bis nach Nordeuropa gebracht. Noch heute ist der Karpfen der wichtigste Fisch für die Teichwirtschaft und in neuerer Zeit wurde er deshalb sogar in Sibirien, Nordamerika, teilweise in Südamerika, dann in Australien, Südafrika und Neuseeland verbreitet.

In den Teichen laicht der Karpfen in der Uferregion und überwintert in tieferen Teilen des gleichen Gewässers. In Flüssen unternimmt der Karpfen Wanderungen und laicht an Stellen mit fast stehendem und seichtem Wasser.

Geschlechtsreif werden die Fische meist erst im vierten oder fünften Sommer. Schnell wachsende Zuchtformen können schon im dritten Jahr geschlechtsreif sein. Große Weibchen können bis zu eineinhalb Millionen Eier legen. Erst wenn das Wasser eine Temperatur von mindestens dreizehn Grad hat - meistens aber erst ab einer Wassertemperatur von 18 Grad - wird der Laich auf weichen Pflanzen im Flachwasser abgelegt. Karpfen laichen ratenweise, mehrmals in einem Sommer. Bei einer Temperatur von fünfzehn Grad dauert es fünf Tage bis aus den Eiern Fischchen schlüpfen, bei einer Temperatur von zwanzig Grad nur drei Tage. Die Jungen ernähren sich von Plankton, die Erwachsenen von wirbellosen Tieren und von pflanzlichen Stoffen.



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