Buschwindröschen

Buschwindröschen (Anemone nemorosa L.)

Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Ordnung : Hahnenfußartige (Ranunculales)
Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledoneae)
Unterabteilung: Bedecktsamer (Angiospermae)
Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)

Autor: Hans-Wilhelm Grömping
Mail: hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00024

Ergänzung von: Michael Leps

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In unseren Laubwäldern entfalten sich im Frühjahr wahre Blütenteppiche, wenn die Busch-Windröschen zu blühen beginnen. Die großen weißen Blütensterne leuchten an vielen Stellen zu Hunderten und Tausenden aus grünen Blättern.

Das Busch-Windröschen ist eine kleine Staude, die zu den Hahnenfußgewächsen gehört. Sie besitzt einen horizontal wachsenden, unterirdischen Wurzelstock. Von dessen Spitze strebt in jedem Frühjahr ein Blütentrieb an die Oberfläche. Die sich entwickelnden grünen Blätter sind tief eingeschnitten. In ihrer Mitte ragen einzelne Blüten heraus, die meist von sechs weißen Blütenblättern gebildet werden.

Diese Blütenblätter werden leicht vom Wind abgerissen, was wohl zur Namensbildung beitrug.

Buschwindröschen Makro
Foto: Matthias Zimmermann

Die Blüten des Windröschens werden von Bienen und Fliegen bestäubt. Für die Verbreitung des Samens sorgen Ameisen. Doch Bienen, Fliegen und Ameisen braucht das Windröschen nicht unbedingt, denn die im Boden wachsenden Wurzelstöcke sorgen auch für die Verbreitung der Pflanze.


Foto: Matthias Zimmermann

Die Wurzelstöcke sind zugleich auch eine Vorratskammer für das Busch-Windröschen. Nach der Blüte ist diese Vorratskammer fast leer. Den ganzen Sommer über wachsen die Wurzelstöcke weiter und nehmen neue Nährstoffe auf. Im nächsten Frühjahr hat das Busch-Windröschen dann die Kraft für den erneuten Blütenzauber, mit dem sich die Pflanze beeilen muss, denn wenn die Bäume ihr Laubdach entwickelt haben, fällt kein Licht mehr auf den Waldboden - und ohne Licht kann auch das Busch-Windröschen nicht blühen und Samen ausbilden.

Ergänzungen von Michael Leps:

Buschwindröschen Einzelblüte

Taxonomie:
Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)
Unterabteilung: Bedecktsamer (Angiosperma)
Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledoneae)
Unterklasse: Vielfrüchtige (Ploycarpae)
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Gattung: Windröschen (Anemone)
Art: Buschwindröschen (Anemone nemorosa)


Merkmale:

Die Blütenhülle des Buschwindröschens ist kahl, der Durchmesser der radiären, zwittrigen und 6-8 Blütenblätter tragenden Blüte beträgt 1,5 bis 4 cm. Am Stengel befinden sich drei handförmig geteilte 3-6 cm lange Hochblätter, deren Abschnitte tief 2-3-spaltig und grob gezähnt sind. Die Höhe der Pflanze beträgt zwischen 10-25 cm und die Blütezeit reicht je nach Lage und Witterung von März bis Mai. Die mit kurzen und borstigen Haaren besetzten Nußfrüchte werden durch Ameisen verbreitet. Die Pflanze ist ein Rhizomgeophyt. Es sind mehrere Unterarten dieser bekannt.


Foto: Matthias Zimmermann

Vorkommen:

Buschwindröschen bevorzugen krautreiche Wälder (Laub- und Nadelwald), Gebüsche, Obstgärten, montane Magerrasen und Wiesen. Die Pflanze ist mäßig anspruchsvoll und liebt frische nährstoffreiche, neutrale bis mäßig saure und humöse Böden.

Sonstiges:

Sämtliche Pflanzenteile sind aufgrund des Gehaltes an Protoanemonin giftig. Symptome einer Vergiftung sind Hautverätzung, Magen-Darm-Reizung und Nierenschädigung. Deshalb sollten betroffene Hautstellen und die Augen nach Berührung sicherheitshalber abgespült werden.



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