Birkhuhn

Birkhuhn (Tetrao tetrix)

Familie: Raufußhühner (Tetraonidae)
Ordnung: Hühnervögel (Galliformes)

Autor:Hans-Wilhelm Grömping
Mail:hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00017

► mehr Vögel


Im Flachland besiedelt das Birkhuhn Moore, offene Heiden und mit Kiefern und Birken bestandene Heiden. Die Nester werden im Heidekraut angelegt; doch fast überall ist das etwa haushuhngroße Birkhuhn in seinem Bestand zurückgegangen oder sogar ganz verschwunden.

Erhalten geblieben ist der Bestand des Birkhuhnes in einigen Alpenregionen. Während der Auerhahn in den Alpen im geschlossenen Bergwald lebt, ist das Birkhuhn dort zu Hause, wo sich der Wald lichtet, wo Sträucher und Latschen wachsen; noch höher, im Bereich der kahlen Felsen, lebt das Schneehuhn.

Birkhühner nehmen nur pflanzliche Nahrung zu sich. Sie fressen junge Sprossen von Sträuchern, Blätter, Blüten, Knospen und Beeren. Gelegentlich halten sie sich auch in Getreidefeldern auf.

Während der Birkhuhnhahn prächtig blauschwarz gefärbt ist und weiße Unterschwanzdecken und ein weißes Flügelband hat, sind die Hennen schlicht braun und schwarz gefleckt. Als Bodenbrüter dürfen sie ja auch nicht auffallen. Die Hennen polstern eine Bodenmulde gut versteckt im Heidekraut aus und legen in diese Mulde 6-10 gelblichweiße, schwach gefleckte Eier. Nur das Weibchen brütet. Nach 24-29 Tagen schlüpfen die Birkhuhnküken, die nach weiteren 15-20 Tagen bereits flugfähig sind.

Ein besonderes Naturerlebnis ist es, einen balzenden Birkhahn zu erleben. Von März an führen die Birkhähne einen Balztanz an ganz bestimmten Balzplätzen vor, die sie jedes Jahr aufsuchen. Sie plustern sich auf, springen plötzlich in die Höhe, tragen Scheinkämpfe aus und geben dabei eigenartige zischende und gluckernde Laute von sich. Die Weibchen suchen die Balzplätze viel später als die Männchen auf und erscheinen dort erst im April. Meistens lassen sie sich nur vom Haupthahn befruchten, bevor sie im Mai mit der Brut beginnen



Alle gezeigten Texte und Bilder unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Eine Kopie oder Nutzung ausserhalb des Natur-lexikon.com ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Autors / Fotografen gestattet. Eine Einbindung der Bilder in fremde Webseiten ist grundsätzlich nicht gestattet. Mit der Nutzung der Website Natur-Lexikon.com stimmen Sie der Nutzung von Cookies und der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google zu. Weitere Details entnehmen Sie den Informationen zum Datenschutz. Die gezeigten Inhalte dienen der Weiterbildung.

Birkhuhn

Natur-Lexikon.com