Waldkauz

Waldkauz (Strix aluco)

Familie: Eulen i.e.S. (Strigidae)
Ordnung: Eulen (Strigiformes)
Klasse: Vögel (Aves)

Autor: Hans-Wilhelm Grömping
Mail: hwgroemping@naturschule.com
Website: http://www.naturschule.com

Dokument: HWG 00007

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Der Waldkauz ist ein häufiger Brutvogel in Mitteleuropa und kommt in Wäldern, Parks, auf Friedhöfen, in Alleen und Gärten mit altem Baumbestand vor. Der Waldkauz ist sehr anpassungsfähig, was den Brutplatz betrifft. Es werden Baumhöhlen bevorzugt, aber auch ungestörte Winkel in Gebäuden werden angenommen. Scheunen, Dachböden, Kirchtürme und Ruinen sind nicht nur geeignete Brutplätze, sondern auch gute Tagesverstecke. Auch in überdachten Kaminen sieht man tagsüber oft Waldkäuze sitzen. Waldkäuze sind gewandte Flieger und Jäger und erbeuten neben Mäusen auch Sperlinge und Stare an ihren Schlafplätzen sowie Jungkaninchen, Tauben, Maulwürfe, Ratten und selbst Frösche und Kröten. Die erstaunliche Vielseitigkeit in der Ernährung und in der Wahl des Brutplatzes trägt dazu bei, dass der Waldkauz unsere häufigste Eulenart ist. Schon im Februar legen Waldkäuze ihre ersten Eier ab und beginnen mit der Brut.

Die Grundfärbung des Gefieders beim Waldkauz ist entweder rindengrau oder rostbraun. Die graue Varietät ist häufiger als die braune. Das Weibchen ist mit rund 42 cm etwas größer als das Männchen und mit etwa 400-630 g auch schwerer als dieses.

Waldkäuze sind fast ausschließlich nachts aktiv. Zwanzig Minuten nach Sonnenuntergang beginnen sie mit der Jagd und durchschnittlich 40 Minuten vor Sonnenaufgang endet ihre Aktivität. Nur während der Jungenaufzucht werden die Käuze schon vor Sonnenuntergang aktiv. Tagsüber verbergen sich die Vögel in ihrer Schlafhöhle oder sie sitzen in einer belaubten Baumkrone. Man wird auf den Waldkauz am ehesten durch das Gezeter von Kleinvögeln aufmerksam, die den Kauz entdeckt haben. Gelegentlich sitzen Waldkäuze auch im direkten Sonnenlicht, um sich zu wärmen.



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