Traunsteiner Knabenkraut

Traunsteiner Knabenkraut (Dactylorhiza traunsteineri (Saut. ex Rchb.) Soó)

Familie: Orchideengewächse (Orchidaceae)
Ordnung : Orchidales
Klasse: Einkeimblättrige (Monocotyledoneae)
Unterabteilung: Bedecktsamer (Angiospermae)
Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)

Autor: Dr. Horst Kretzschmar
Mail: hk@orchideen-kartierung.de
Website: www.orchideen-kartierung.de

Dokument: HKO 00033

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Habitus

Beschreibung:
Schlanke Pflanze, relativ kurze, lanzettliche, gefleckte Blätter überwiegend bodennah am Stengel verteilt, Stengel oberwärts rot überlaufen. Blüten locker angeordnet, alle Blütenteile tief rotviolett, Lippe mit schwarzroter Schleifenzeichnung, nur angedeutet dreiteilig mit zugespitztem Mittellappen, Sporn dick, kürzer als der Fruchtknoten, waagerecht bis abwärts gerichtet.

Verbreitung:
Art mit Verbreitung in den Endmöränen-Sümpfen im Alpenvorland und ähnlichen Biotopen innerhalb der Alpen.


Pflanzen im Biotop

Gefährdung:
Solange die Lebensräume nicht verändert werden, besteht keine Gefährdung.

Bemerkungen:
Eine Art, über die wohl mehr als über alle anderen Dactylorhiza-Arten geschrieben wurde, vor allem deshalb, weil immer wieder Funde morphologisch ähnlicher Sippen aus anderen Gebieten gemeldet wurden.

Verbreitungskarte Traunsteiner Knabenkraut

 

Probleme der Abgrenzung zu verwandten Sippen
In Scandinavien gibt eine dort verbreitete Sippe, als Dactylorhiza curvifolia (russowi) bezeichnet, wobei in Deutschland in heterogenen Popuationen aus mehreren anderen Arten der Gattung Dactylorhiza gelegentlich ähnliche Pflanzen (in wenigen Exemplaren) auftreten. Es entspricht einem unsinnigen Artverständnis, solche Einzelpflanzen als einer anderen Art zugehörig anzusprechen. Dies ist aber immer wieder geschehen, wodurch die Vielzahl von historischen Meldungen für diese Art über ganz Deutschland verteilt zu verstehen sind. Es handelt sich ausnahmslos um Pflanzen, die bei hybridogenem Ursprung das Erscheinungsbild der Dactylorhiza traunsteineri oder auch der nördlichen Dactylorhiza curvifolia, die sicher nah verwandt ist, in einigen Merkmalen imitieren.

Allerdings gibt es in einigen Eifelmooren homogene Populationen, die (bei ähnlichen ökologischen Bedingungen) aus morphologisch weitgehend Dactylorhiza traunsteineri entsprechenden Pflanzen bestehen. Sie werden vorläufig auch in der Kartierung unter dieser Art geführt.



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Traunsteiner Knabenkraut

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