Frühlingsadonisröschen

Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis)

Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Ordnung : Hahnenfußartige (Ranunculales)
Klasse: Zweikeimblättrige (Dicotyledoneae)
Unterabteilung: Bedecktsamer (Angiospermae)
Abteilung: Samenpflanzen (Spermatophyta)

Autor: Gabriele Jesdinsky
Website: gartendatenbank.de

Dokument: GJ 00026

Fotos: Matthias Zimmermann

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Sieh auch: Giftpflanzen Gartenpflanzen Arzneipflanzen


Blütezeit, Wuchsform, Lebensform
März-April
Breite/Höhe: ca. 0,2 m
Staude (mehrjährig)

Besonderheiten
Im Gegensatz zu vielen anderen Hahnenfußgewächsen
1. keine tütenförmigen Nektarblätter, sondern große Pollenproduktion als Nahrung für die Bestäuber, z.B. Bienen.
2. Blütenhülle in Kelch und Krone unterteilt.

Identifizierungskennzeichen
1. Große leuchtend gelbe Blüten ab März, glänzend wie alle gelbblühenden Hahnenfußarten (<-> Potentilla, Fingerkraut), nur bei Sonne vollständig geöffnet.
2. Mehrfach fadenförmig gefiederte Blätter, meist ungestielt
Keine gleichzeitig blühenden ähnlichen Arten.


Weitere Merkmale, Sonstiges
Blüten: Einzeln endständig, mit dicht darunter liegendem Blattkranz, zahlreiche Staubblätter und Fruchtblätter
Stängel: Am Grund schuppig, meist unverzweigt.
Früchte: Zahlreiche Nussfrüchte in eiförmigem Fruchtstand, dicht gedrängt, gekielt, netznervig, behaart mit hakigem Schnabel; Verbreitung durch Ameisen

Verwendung
1. Naturnahe Gärten: Frühblüher für den SteinGarten, Naturkosmetik, Naturprodukte, Gartenpflanzen, Gewürze, Kräuter, Heilpflanzen, Arzneipflanzen, Naturreisen, Naturmode, Bildung, der Bienen und andere pollenfressende Insekten anzieht
2. Giftpflanze: Sehr giftig;
3. Arzneipflanze: Gegen Herz- und Kreislaufbeschwerden/niedriger Blutdruck und Wasserretention;
in der Homöopathie bei Angina.


Natürliche Verbreitungsgebiete
Auf kalkhaltigem Trockenrasen, Löß, Lehm oder Sand in voller Sonne;
Ursprünglich aus den Steppen Russlands;
nach früherer westlicher Ausbreitung in Mitteleuropa inzwischen hier nur noch lokal isoliert in besonders warmen
Bereichen, die man als Reste nach einer Klimaveränderung ansieht;

Sehenswerte Massenbestände auf den pontischen Hängen nördlich Frankfurt/Oder, in der Garchinger Heide, nördlich von München und rückläufig im Thüringer Keuperbecken, im Regenschattengebiet des Harzes;

selten, geschützte Art, sehr gefährdet durch die lokale Beschränkung



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