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Europäische Eibe, Beeren-Eibe (Taxus baccata) Familie: Eibengewächse (Taxaceae) Autor: Gabriele Jesdinsky Dokument: GJ 00022 ► mehr Pflanzen |
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Blüte / Scheinfrüchte, Lebensform, Wuchsform
März / August-November
Breite/Höhe:
10 m / 10 m, selten bis 20 m
Kleiner Baum oder hoher Strauch
Besonderheit
Im Gegensatz zu den meisten anderen einheimischen Nadelgehölzen hat die Eibe keine verholzten Zapfen, zwischen deren Schuppen die Samen gebildet werden, sondern Samen mit einer fleischigen roten Hülle, die Beeren ähneln.

Identifizierungskennzeichen
1. Scheinfrucht: Becherartige rote Scheinbeere, Arillus, mit 1 Samen
2. Blätter: Nadeln, gestielt, als Leisten am Zweig herablaufend,
unterseits ohne weiße Spaltöffnungsstreifen, spiralig angeordnet, häufig scheinbar wie zweizeilig in einer Ebene,
oberseits auffallend dunkel
(<-> Abies alba,: Ungestielt, unterseits mit zwei weißen Spaltöffnungsstreifen)
3. Blüten: zweihäusig (<-> andere einheimische Nadelgehölze, außer Juniperus, Wacholder)

Weitere Kennzeichen
Männliche Blüten:
zu mehr als 10, in den Achseln der Nadeln, gestielt, schildförmige Staubblätter, kätzchenartig angeordnet, pollenreich:
Weibliche Blüten:
vereinzelt, kurzgestielt, laubknospenähnlich, mit schuppigen Hochblättern, zur Zeit der Geschlechtsreife schaut die Samenanlage hervor

Borke, Rinde:
Anfangs rötlich, später graubraun, dünnschuppig, platanenartig in Platten abblätternd
Wurzeln:
Tiefwurzler
Sonstiges:
Keine Harzgänge

Verwendung
1. Naturnahe Gärten: Immergrüne Sichtschutzhecken mit herbstlichem roten Beerenschmuck, Hintergrund für Blütengehölze, die vor der dunklen Farbe stärker leuchten.
2. Tierschutz: Nahrungsquelle für mehr als 20 Vogelarten und mehr als 5 Säugetierarten.;
3. Landschaftsschutz: Schattenverträgliche Waldpflanze, Windschutz, Hangbefestigung, Sichtschutz;
4. Arzneipflanze: Aus den beim Heckenschnitt anfallenden Nadeln der Eibe wird Taxol sowie die Vorstufe einer weiteren Substanz gewonnen, die die Zellteilung hemmt und gegen bestimmten Krebsarten wirken. Diese können jedoch wohl bislang nur in zu geringen Mengen gewonnen werden.
5. Giftpflanze: In allen Teilen außer dem roten Samenmantel stark giftig, besonders Pferde sind gefährdet, Reh- und Rotwild dagegen wenig, ihr Verbiss trägt derzeit zur weiteren Verdrängung der Eibenvorkommen bei.
6. Holz: Sehr hart und schwer, hochwertiges Bauholz, Luxusmöbel, Drechsel-, Schnitzholz, u.a.
Natürliche Verbreitungsgebiete
Meist auf nährstoff- und kalkreichen feuchten, aber wasserdurchlässigen Böden, Halbschatten, hohe Luftfeuchtigkeit;
Im Unterholz feuchter Bergwälder, an steilen Felshängen; kollin und montan, in den Nordalpen bis 1700 m;
Europa bis Südwestasien; meist selten durch frühere Übernutzung und Abholzung wegen Gefährlichkeit insbesondere für Pferde, geschützte Art.
S-/M-/W-Europa verbreitet, stellenweise massenhaft, N-Europa selten bis fehlend
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Eibe |
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