Weiße Seerose (Nymphaea alba)

Familie: Seerosengewächse (Nymphaeaceae)

Autor: Gabriele Jesdinsky
Website: gartendatenbank.de

Dokument: GJ 00020

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Siehe auch: Gartenpflanzen Giftpflanzen


Blütezeit, Wuchsform, Lebensform
Mai - September, Breite/Tiefe: 1,5/0,5-2,5 m, Staude (mehrjährig)

Besonderheit
Fließender Übergang der Staubblätter in die Blütenblätter durch Zwischenformen

Identifizierungskennzeichen

1. Blüten

weiß, bis ca. >15 cm, größte der heimischen Flora;
weit geöffnet, Narben gelb, Narbenscheibe flach
(<->Nymphaea candida, nur halb geöffnet, Narben rot, Narbenscheibe konkav),
Blütenbasis abgerundet
(<->Nymphaea tetragona, 4kantig, Nymphaea candida +- 4kantig)
Kronblätter mindestens gleichlang wie Kelchblätter
(<->Nymphaea candida, Kronblätter kürzer)
Kelchblätter fallen bald nach dem Aufblühen ab
(<->Nymphaea tetragona, bis Fruchtreife vorhanden)
Filamente der innersten Staubblätter max. so breit wie Staubbeutel
(<-> Nymphaea candida, breiter)

2. Blätter
rundlich, unterseits oft rötlich, Seitennerven in Randnähe miteinander verbunden, weiter Spalt
(<-> Nuphar lutea, ovaler, unterseits grün, Seitennerven nicht miteinander verbunden,
herzförmiger Spalt, Nymphaea candida näherer Spalt),
Hauptnerven fast gerade
(Nymphaea candida, gebogen)

Weitere Kennzeichen

Blüten
4 Kelchblätter, außen grün;
Kronblätter fleischig;
viele Staubblätter;
Narbe mit 11-22 Narbenstrahlen, kugeliger, falscher Fruchtknoten (viele freie Fruchtblätter, die von Blütenachsengewebe umwuchert werden);
Bestäubung durch Fliegen, Käfer oder Selbstbestäubung;
Blüten schließen sich ab Nachmittag.

Blätter
Spaltöffnungen auf Blattoberseite, wasserabweisende Wachsschicht;
Aërenchym in Blattstielen für Schwimmfähigkeit und Sauerstoffleitung zum rhizomähnlichen Wurzelstock.

Wurzeln
enthalten Gerbstoffe, früher Nutzung zum Gerben, rhizomähnlich, bis armdick

Früchte
schwammige, eiförmige Kapsel, ca. 5 cm, die unter Wasser reift;
Samen schwimmfähig durch Luftsack.

Sonstiges

Schwach giftig durch Alkaloide

Natürliche Verbreitungsgebiete
Stehende, höchstens langsam fließende Gewässer mit schlammigem Grund.
Selten, dann aber in größeren Beständen; geschützte Art.



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Weiße Seerose

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