Anemonenbecherling

Gemeiner Anemonenbecherling (Sclerotinia tuberosa)

Klasse: Schlauchpilze (Ascomycetes)
Ordnung: Helotiales
Familie: Sclerotiniaceae
Gattung: Dumontinia (Anemonenbecherlinge)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00205
bedeutungslos

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Kurzbeschreibung
kleiner, dünn- und langstieliger, aus einem im Boden steckenden Sklerotium wachsender bräunlicher Becherling  des (Vor-)Frühlings

Fruchtkörper:
1 – 2,5 cm breit, anfangs fast geschlossen kugelförmig mit nur kleiner Öffnung, dann zunehmend trichterförmig, später halbkugelig oder schüsselförmig und schließlich flach ausgebreitet; Rand jung meist glatt, später auch +/- wellig und schwach nach innen gebogen; +/- kräftig bräunlich gefärbt, wobei die Innenseite häufig etwas dunkler als die Außenseite ist; glatt, kahl, evtl. auch runzlig

Anemonenbecherling 01

Stiel:
2 - 8 (10) cm lang, 2 – 4 mm dick; mit einer Verdickung in den Becher übergehend, nach unten fast schwarz werdend, nur kurz aus der Erde ragend, in der Erde aus einer außen schwarzen, innen fast weißen, unregelmäßigen, bis ca. 3 cm großen Knolle, dem Sklerotium, wachsend

Fleisch:
hellbräunlich, dünn, bei Trockenheit zäh, geruchlos, mild

Anemonenbecherling 02

Sporenpulver:
weißlich

Wert:
unbedeutend wegen seiner geringen Größe

Anemonenbecherling 03

Vorkommen:
März bis Mai im Laubwald vor allem bei Buschwindröschen, an Wegrändern,  Bachböschungen, in kleinen Grüppen, oft 2 oder 3 aus einem Sklerotium wachsend

Anemonenbecherling 04

Interessantes:
Laut Wikipedia ist ein Sklerotium „ ... eine bei einigen Pilzen auftretende Dauerform. Es ist gekennzeichnet durch eine dicht verflochtene und feste Mycelmasse, die Kälte und Trockenheit widersteht. Der Pilz kann lange Zeit in diesem Ruhezustand verharren und beginnt erst bei günstigen Bedingungen wieder zu wachsen.“
Das giftige Mutterkorn ist ebenfalls ein Sklerotium, auf welchem im Frühjahr am Boden mehrere kleine Pilze wachsen.

Anemonenbecherling 05



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