Lilaseidiger Risspilz

Lilaseidiger Risspilz (Inocybe geophylla var. Lilacina)

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Blätterpilze (Agaricales)
Familie: Schleierlingsartige (Cortinariaceae)
Gattung: Risspilze (Inocybe)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00203
GIFTIG

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Kurzbeschreibung
relativ kleiner, +/- kräftig lilafarbiger, meist deutlich kegelig – glockiger, gebuckelter Blätterpilz mit cremefarbigen bis bräunlichen Lamellen

Hut:
bis ca. 4 cm breit; jung kegelig – glockig, später ausgebreitet und häufig hochgeschlagen; meist mit +/- deutlich ausgebildetem spitzen oder rundlichem, häufig leicht ockerbräunlich verfärbtem Buckel; Huthaut bei frischen Pilzen seidig-faserig glänzend (Name!); Hutrand anfangs eingebogen und durch einen weißlich-fädrigen Schleier mit dem Stiel verbunden, später aufgebogen und öfter tief eingerissen; jung +/- kräftig violett, später oft deutlich ausblassend; dünnfleischig

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Blätter:
am Stiel angewachsen, gedrängt, bauchig, jung cremefarben, später grau-bräunlich, erdig-bräunlich

Stiel:
bis 6 cm lang und bis 4 mm dick; farblich ähnlich wie Hut, seidig – faserig; oft verbogen; relativ gleichmäßig dick, Stielbasis +/- deutlich verdickt; hohl und zerbrechlich

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Fleisch:
weißlich, aber auch wässrig-violettlich; Geruch und Geschmack unangenehm, widerlich

Sporenpulver:
ockerbraun

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Wert:
Giftig! Enthält Muscarin.

Vorkommen:
Mai/Juni bis November , gesellig in Laub-und Nadelwäldern, an Weg- und Grabenrändern, in Parkanlagen, auf sauren wie auch auf kalkhaltigen Böden; in Europa weit verbreitet und örtlich häufig

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Verwechslungsmöglichkeit:
Mit dem Violetten Lacktrichterling (Laccaria amethystina), der jedoch keinen Buckel besitzt und dessen Lamellen deutlich entfernter stehen. Beide Arten können an gleichen Stellen zur gleichen Zeit wachsen.

Vorsicht also beim Sammeln von Lacktrichterlingen, um Verwechslungen zu vermeiden!

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Interessantes:
Bei einer Vergiftung mit dem Muscarin des Lilaseidigen Risspilzes kann es zu Schweißausbrüchen und Bewußtseinstrübungen, zu Störungen im Magen-Darm-Trakt (u. a. Übelkeit, Brechreiz und Durchfall) kommen. Die Vergiftungserscheinungen beginnen nach ca. 15 – 30 Minuten und klingen nach wenigen Stunden ab. Todesfälle sind offensichtlich keine bekannt.

Lilaseidiger Risspilz



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