Sklerotien-Porling (Polyporus tuberaster)

Klasse Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung Polyporales
Familie: Porlinge (Polyporaceae)
Gattung: Stielporlinge (Polyporus)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00192
jung essbar

► mehr Pilze


Kurzbeschreibung:
meist runder, mittelgroßer bis großer, gelbbrauner, weichfleischiger, schuppiger Porling mit recht großen Poren auf oder an alten Laubholzstücken im Frühjahr und Sommer

Hut:
bis ca. 15 cm (mitunter auch darüber) breit; weichfleischig; mit orangebräunlichen bis dunkelbräunlichen, radial angeordneten; an der Spitze leicht aufgerichteten deutlichen Schuppen auf weißgelblichem bis hell-orangegelblichem Grund; jung flach gewölbt; dann zunehmend flach und niedergedrückt bis trichterförmig;  Hutrand dünn, +/- gewimpert; scharf

Röhren:
weißlich bis cremefarben, rundlich bis länglich; recht groß (bis ca. 6 mm lang und bis 2 mm im Durchmesser), am Stiel herab laufend

Stiel:
kurz, bis ca. 4 cm lang und 15 mm breit; weißlich bis hellorange; meist zentral, mit zunehmender Größe des Fruchtkörpers auch exzentrisch; mitunter mit gelblichem oder bräunlichem Filz überzogen, aber auch kahl; voll; entweder aus dem Holz wachsend oder aus einer -  Sklerotium genannter - Zusammenballung des Mycels mit Erde, Steinchen usw..

Fleisch:
weißlich; jung weich; feucht; später zäh; Geruch angenehm, Geschmack mild, unauffällig

Sporenstaub:
weiß

Wert:
jung essbar

Vorkommen:
Frühjahr und Sommer im Laubwald an oder neben am Boden liegenden Ästen und Stämmen verschiedener Laubbäume, bes. Buche, Eiche usw.; zerstreut im Flach- und Hügelland; auf Sand- und Lehmböden, erscheint sowohl im Norden Deutschlands als auch in wärmeren Gegenden bis zum Mittelmeer

Verwechslungsmöglichkeit:
Mit dem Schuppigen Porling (Polyporus squamosus), der jedoch deutlich größer werden kann und dessen Rand nicht so dünn und fein gewimpert ist.

Interessantes:
Die als Sklerotium bezeichnete Zusammenballung von Pilzmyzel, Erde, Steinchen, Pflanzenresten usw. kommt offensichtlich eher in wärmeren Gebieten vor, seltener im Norden Deutschlands. Die hier gezeigten Aufnahmen wurden in Brandenburg gemacht. Ein Sklerotium war nicht zu erkenen.

Nach: Michael/Hennig/Kreisel: Handbuch für Pilzfreunde Bd. II; Gustav- Fischer-Verlag Jena 1986 (in den alten Bundesländern ist dieses Handbuch auch nach der Wende noch erschienen) wurde das Sklerotium (früher als Pilzstein bezeichnet) im garten oder Keller in feuchter Erde vergraben,  weil der Pilzstein ständig neue Fruchtkörper hervor brachte.



Alle gezeigten Texte und Bilder unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Eine Kopie oder Nutzung ausserhalb des Natur-lexikon.com ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Autors / Fotografen gestattet. Eine Einbindung der Bilder in fremde Webseiten ist grundsätzlich nicht gestattet. Mit der Nutzung der Website Natur-Lexikon.com stimmen Sie der Nutzung von Cookies und der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google zu. Weitere Details entnehmen Sie den Informationen zum Datenschutz. Die gezeigten Inhalte dienen der Weiterbildung.

Sklerotien-Porling

Natur-Lexikon.com