Satans-Röhrling

Satans-Röhrling (Boletus satanas)
syn. Blauender Saftling

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Röhrenpilze (Boletales)
Familie: Röhrlinge (Boletaceae)
Gattung: Dickröhrlinge (Boletus)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00172
giftig

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Kurzbeschreibung:
recht großer, dickfleischiger Röhrenpilz mit blassgrauem Hut, kräftig roten Röhrenmündungen, kurzem, bauchigem Stiel, welcher von einem ebenfalls kräftig roten feinen Netz auf gelblicherem Grund überzogen ist

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Hut:
bis ca. 25 cm breit;  blassgrau mit unterschiedlichen zarten crem-, oliv- oder ockerfarbenen Tönen, Fraßstellen gelblich oder rötlich; anfangs halbkugelig, später polsterförmig, schließlich ausgebreitet; Huthaut trocken, jung schwach filzig, dann glatt, nicht abziehbar.

Satans-Röhrling 04
Satans-Röhrling 03

Röhren:
anfangs kurz und gelblich; später bis über 2 cm lang und grüngelblich bis olivgelblich; bei Verletzungen bläulich-grünlich; leicht vom Hut ablösbar

Poren:
klein, anfangs gelblich, dann kräftig karminrot

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Stiel:
bis 12 cm hoch und ähnlich dick; +/- dickbauchig; an der Spitze gelblich, zur Basis hin mit feinem,  schwach erhabenem, karminrotem Netz auf gelblichem Grund überzogen

Fleisch:
fest, alt weichlich-schwammig; weißlich, gelblich, im Schnitt über den Röhren bis fast zum Hutrand blauend, an der Stielbasis eher leicht rötlich; Geruch eher unangenehm, besonders im Alter, Geschmack mild

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Sporenpulver:
braunoliv

Wert:
giftig, kann schwere Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes verursachen (heftige Brechdurchfälle, Schock, Austrocknung durch die Brechdurchfälle)

Satans-Röhrling 07

Vorkommen:
Juli bis September/Oktober im Laubwald, besonders unter Eichen und Buchen, vorwiegend auf Kalk- und Tonböden, liebt wärmere Gebiete, kommt aber vereinzelt auch nördlicher vor (Aufnahme stammt aus Brandenburg!), insgesamt selten

Satans-Röhrling 09

Verwechslungsmöglichkeit:
Ähnlich sieht der Netzstielige Hexenröhrling aus, dessen Hut aber wesentlich orange-bräunlicher und das Netz auf dem Stiel grobmaschiger ist und dessen Fleich beim Schneiden sofort kräftig grünbläulich anläuft.



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