Habichtspilz

Habichtspilz (Sarcodon imbricatus)
syn. Habichts-Stacheling, Rehpilz

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Nichtblätterpilze (Aphyllophorales)
Familie: Erdwarzenpilze (Thelephoraceae)
Gattung: Sarcodon (Braunsporstacheling)

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de
Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00160
jung essbar, als Seltenheit zu schonen

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Kurzbeschreibung:
grau- bis schwarzbräunlicher Pilz mit groben, dicken, aufgerichteten Schuppen, lange eingerolltem Hutrand, deutlichen Stacheln an der Hutunterseite und kurzem Stiel.

Hut:
anfangs gewölbt, dann ausgebreitet, in der Mitte vertieft, graubraun, Oberseite mit groben, dicken, sparrigen, z. T. kreisförmig angeordneten, aufrecht stehenden Schuppen, die an der Spitze deutlich dunkler sind und zum Rand hin kleiner werden (sie erinnern farblich an Federn eines Habichts, daher der eine Name); Rand lange eingerollt und herunter gebogen; bis 30cm breit.

Habichtspilz 01

Stacheln:
bis 12mm lang; anfangs weißlich-grau, später grau-bräunlich, am Stiel herab laufend und kürzer werdend, dicht gedrängt, brüchig (die Ähnlichkeit mit einem Rehfell erklärt den anderen Namen).

Stiel:
bis 6cm, seltener 8cm lang, bis 3cm – oft ungleichmäßig- dick; aber auch zylindrisch oder keulig-bauchig; grau bis grau-bräunlich, voll, fest, glatt.

Habichtspilz 02

Fleisch:
erst weißlich, später grau-bräunlich, fest, zäh, derb, mit würzigem Geruch und angenehmem, mildem oder auch bitterlichem Geschmack.

Sporenpulver:
braun

Habichtspilz 03

Wert:
Der Pilz ist nur jung ess- und brauchbar, ältere Pilze sind oft madig, außerdem zäh und bitter. In nicht mehr ganz aktuellen Pilzbüchern findet man noch Hinweise auf seine Verwendung als Gewürzpilz, für Pilzklopse usw. In neueren Pilzbüchern wird zwar auf die Essbarkeit hingewiesen, jedoch wird vom Verzehr wegen seiner mittlerweile recht großen Seltenheit und Schutzbedürftigkeit abgeraten.

Habichtspilz 04

Vorkommen:
August bis November im Nadelwald – im Gebirge unter Fichten, im Flachland unter Kiefern, sowohl auf Sand- als auch auf Kalkböden, oft in Reihen wachsend, in ganz Europa verbreitet, aber immer seltener werdend.

Habichtspilz 05

Hinweis:
Die in diesem Beitrag gezeigten Aufnahmen stammen von einem älteren Exemplar – dem ersten und bisher einzigen Fund des Verfassers im Zeitraum von ca. 28 Jahren – das belegt die Seltenheit dieses Pilzes.

Habichtspilz 5



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