Braunkappe

Riesenträuschling (Stropharia rugosoannulata)
syn. Braunkappe

Klasse: Ständerpilze (Basidiomycetes)
Ordnung: Blätterpilze (Agaricales
Familie: Schuppenpilzartige (Strophariaceae)
Gattung: Stropharia

Autor: Frank Moser
Mail: fr-moser@t-online.de

Website: Frank-Moser.de

Dokument: FM 00158
essbar, nicht roh verzehren

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Kurzbeschreibung:
Teilweise recht großer Blätterpilz mit rotbräunlicher Kappe, grauviolettlichen Blättern; hellem Stiel mit +/- deutlichem Ring auf Stroh, Häcksel und
anderen pflanzlichen Resten.

Hut:
5 – 25cmm;  jung graubraun oder schmutzig gelblich, dann zunehmend rot- oder kastanienbraun mit leicht violetten Nuancen, schließlich ausbleichend; trocken oder nur wenig schmierig, aber nicht schleimig; anfangs halbkugelig geschlossen, dann aufschirmend und
flach ausgebreitet, Rand erst deutlich eingerollt, dann zunehmend ausgebreitet und besonders jung mit weißlichen Velumresten behangen; Huthaut anfangs kaum, später jedoch leichter abziehbar.

Riesenträuschling

Blätter:
eng stehend, breit am Stiel angewachsen, dünn, schwach gekerbt,, zuerst hellgrau, dann zunehmend grau-violett, schließlich fast schwarz-violett, Schneiden blass oder  weißlich, zuletzt vom Stiel sich ablösend.

Stiel:
bis 20cm lang und 3,5 cm stark; zylindrisch, kahl, anfangs voll, später hohl, erst weißlich, dann weißbräunlich, zur Basis hin gelbbräunlich; über dem Ring +/- gerieft, , am Grunde etwas dicker mit kräftigem Wurzelgeflecht (Rhizomorphen).

Braunkappen

Ring:
+/- doppelt, Oberseite weiß und gerieft, zunehmend mit dunklen Sporen bedeckt; Unterseite eher gelblichweiß und zerrissen oder gespalten.

Fleisch:
weiß, fest, dick, unter der Huthaut leicht gelblich, Geruch schwach rettichartig, Geschmack mild, älter jedoch nicht immer angenehm.

Sporenpulver:
schwarzbraun-violett.

Wert:
essbar, wird nach Michael/Hennig/Kreisel (Handbuch f. Pilzfreunde Bd. IV) beim Zubereiten recht fest und knorpelig, Laux und Gerhardt betonen, dass der Pilz roh nicht gegessen werden sollte, da er bei empfindlichen Personen Verdauungsstörungen/ Brechdurchfälle verursachen kann.

Vorkommen:
wild wachsend Mai/Juni – Oktober auf altem Stroh, Häckseln, Ackererde, Abfallhaufen; verbreitet in West- und Mitteleuropa.

Verwechslungsmöglichkeit:
Der Üppige Träuschling (Stropharia hornemannii) sieht ähnlich aus, wächst jedoch im Nadelwald. Sein Hut ist mehr gelbb-bräunlich und sein Stiel unter dem Ring deutlich weiß geschuppt.

Interessantes:
Der Pilz wurde (nach Michael/Hennig/Kreisel) um 1970 zuerst in der DDR, dann auch in Österreich, der CSSR und in der BRD angebaut.

Informationen zum Bezug des Substrates und dem richtigen Anbau findet man im Internet.



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Riesenträuschling

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